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Kevin Kampl: „Kein Spieler ist 200 Millionen Euro wert“

Der gebürtige Solinger Kevin Kampl spielt seit seinem Wechsel im Sommer bei RB Leipzig wieder Rangnick-Fußball. Im Stadtmagazin Urbanite (Print) fasst er die Hinrunde zusammen und spricht auch über das Geschäft Fußball.

Kevin Kampl will wieder in die Champions League

Bei Ralph Hasenhüttl wurde Kampl schnell zur Stammkraft, machte 18 von 21 Spiele mit. Am Ende der Hinrunde war er, trotz Abrutschen auf Platz fünf, zufrieden. „Ich denke man hat gemerkt, dass uns schon die Kraft gefehlt hat.“ Außerdem habe bei Standards einfach die Konzentration gefehlt, wodurch man bitter Punkte ließ. Das lief gegen Mönchengladbach deutlich besser und auch für die restliche Rückrunde fühlt sich Kampl gewappnet. „Wir tun alles dafür, unter die ersten vier zu kommen. Bis Mai müssen wir alles aus uns herausholen.“ Was den Kampf um die Spitze etwas vereinfacht sei, dass die Topteams noch in Leipzig ran müssen.

Schafft RB Leipzig auch den SSC Neapel?

So auch der SSC Neapel im Rückspiel der Europa League. Kampl erwartet zwei sehr enge Spiele, aber weiß, dass RB Leipzig auch seine Chancen bekommt. Aber einen Schritt nach dem anderen: „Wenn du gegen so eine Mannschaft spielt, dann kannst du sicher noch nicht ans Achtelfinale denken. Wenn wir keine Topform abrufen, sind wir definitiv nicht mehr dabei.“ Und die Perspektive, möglichst lange international zu spielen, ist für einen Spieler wie Kampl wichtig.

Kevin Kampl versteht die Summen nicht mehr

Für 20 Millionen Euro kam er von Bayer Leverkusen, wo mit Roger Schmidt zuvor sein fußballerischer Ziehvater gehen musste. Schon bei Red Bull Salzburg zeigte Kampl, dass er manchmal ein wenig fremdelt mit den Millionen. „Ein Maradona, ein Zidane, ein Ronaldo haben nicht im Ansatz so viel gekostet. Die Summen werden so utopisch, dass man nur noch mit dem Kopf schüteln kann.“ Wobei er selbst auch nicht schlecht verdienen wird bei RB Leipzig. „Als Spieler kann man das natürlich nicht beeinflussen“, findet er auf der anderen Seite.