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Ralph Hasenhüttl bleibt bei Emil Forsberg vorsichtig

Gestern trainierte Emil Forsberg erstmals wieder bei RB Leipzig mit der Mannschaft. Ralph Hasenhüttl will es trotzdem ruhig angehen mit dem Schweden.

Emil Forsberg im Herbst zu übermotiviert

„Ich sehe Licht am Ende des Tunnels“, gibt er sich im Interview mit Sportbild (Print) zuversichtlich. „Aber man darf nicht vergessen, dass er neun Wochen nicht trainiert hat. Es wird noch etwas dauern, und wir müssen aufpassen, dass wir ihn nicht gleich wieder überfrachten.“

Forsberg lasse „sich nur ungern bremsen“. Aber er habe laut Hasenhüttl „erkannt, dass im Herbst vielleicht nicht alles ganz richtig gelaufen ist.“ Damals habe er „zu oft gespielt hat, obwohl er schon ab und zu leichte Probleme hatte. Aufgrund seiner hohen Motivation, immer spielen zu wollen, dann aber keine Pause genommen hat, als er sie eigentlich gebraucht hätte.“

Ralph Hasenhüttl kümmert sich um Naby Keita

Kümmern muss sich Ralph Hasenhüttl auch um Naby Keita. Der spiele in dieser Saison „nicht so konstant wie im letzten Jahr“. Vor allem Druck und Erwartungshaltung seien dafür verantwortlich. „Wichtig ist, dass er seine Erwartungshaltung an sich selbst wieder auf ein normales Level bringt. Dabei helfen wir ihm – mit Gesprächen oder Videos, in denen wir ihm zeigen, wo seine Stärken liegen.“

Gesprochen hat Ralph Hasenhüttl im Winter auch mit Ralf Rangnick. Nämlich über einen Ersatz für den verletzten Linksverteidiger Marcel Halstenberg. Beide seien „nicht glücklich“ gewesen, dass es am Ende aber keine Optionen gab.

RB Leipzig steht mit seinem Handeln für Glaubwürdigkeit

Es sei auch im Scouting „schwieriger geworden, auf dem hohen Niveau, auf dem wir uns inzwischen bewegen, Lösungen zu finden.“ Dass Rangnick die Probleme offen angesprochen und mit der Verpflichtung von Paul Michell schon erste Veränderungen präsentiert hat, spreche für den Sportdirektor. „Dabei geht es auch um das Thema Glaubwürdigkeit. Wir müssen uns immer wieder und in allen Bereichen hinterfragen und das auch im Alltag leben, wenn wir unseren Ansprüchen gerecht werden wollen.“

Um Glaubwürdigkeit gehe es auch, wenn man hinsichtlich Spielerabgängen klar Position bezieht. So wie im letzten Sommer, als man Emil Forsberg und Naby Keita nicht abgeben wollte. „Unser Handeln in solchen Fragen entscheidet, ob wir glaubwürdig sind oder nicht. Ich denke, wir verschaffen uns mit dem Vertreten der Standpunkte Respekt und ein Profil mit klaren und offenen Aussagen.“


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