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Hasenhüttl kann Sarri verstehen – RB Leipzig mit einem Bein im Achtelfinale?

Ralph Hasenhüttl hätte das kommende Montagsspiel gegen Eintracht Frankfurt gerne auf den Sonntag vorverlegt. Aber auch so hat seine Mannschaft beste Chancen auf ein Weiterkommen in der Europa League.

Beste Ausgangsposition für RB Leipzig im Achtelfinale

Es lief gut an für RB Leipzig gegen den SSC Neapel, aber irgendwann kippte bei Ralph Hasenhüttl in der ersten Halbzeit ein bisschen die Stimmung. „Am Anfang haben wir aus den vielen Chancen die wir hatten zu wenig mitgenommen, da war es wie verhext. Man denkt, man macht das Tor nicht. Aber wir wussten, wir brauchen unbedingt eins für eine gute Ausgangsposition.“ Wurden da Erinnerungen wach an manch unglückliche Auftritte in der Champions League? „Man hätte beinahe gedacht, es läuft in die falsche Richtung. Aber selbst als Neapel dann mit Insigne und Jorginho noch zwei mal Qualität nachgelegt hat, haben wir nichts mehr zugelassen“, so der RB-Coach. Die disziplinierte Verteidigung und die Ruhe, weiterhin nach vorne zu spielen waren am Donnerstag der Schlüssel.

SSC Neapel schont Spieler für Meisterschaft

Mit dem verdienten Erfolg kann RB Leipzig jetzt maximal selbstbewusst in das Rückspiel gehen. Bei dem man vom SSC Neapel nicht den unbedingten Willen für einen Drei-Tore-Sieg erwarten muss. Zumindest war das Hinspiel keine echte Visitenkarte der Napolitaner, ohne die Leistung von RB Leipzig schlecht zu reden. „Wir wussten schon, dass Neapel ein paar Spieler auf der Bank hatte, die normal von Anfang an dabei sind. Trotzdem ist der Gegner mit soviel Qualität bestückt, das haben sie in gewissen Phasen immer wieder gezeigt. Man musste immer hellwach sein und sie sind dann ja auch 1:0 in Führung gegangen“, wusste Hasenhüttl nach dem Spiel.

Marcel Sabitzer: „Juve ist zweiter, das sagt viel über Neapel.“

Aber die Mannschaft von Maurizio Sarri zog sich ein bisschen zu sehr zurück und RB Leipzig war bestens darauf eingestellt. 3:1 hieß es am Ende für sein Team, obwohl Marcel Sabitzer schon mit weniger zufrieden gewesen wäre. „Es ist ja ein K.O.-Spiel, von daher wäre es auch OK, wenn du auswärts 1:0 verlierst oder ein 1:1 mitnimmst. Wir hätten auch das 2:1 unterschrieben, aber wenn du dann in der 90. noch das 3:1 machst, weißt du schon um deine gute Position.“

Hasenhüttl: „Bei Vorsprung auf Bayern München hätten wir vielleicht auch Spieler geschont.“

Am Ende hatte der RB-Coach sogar Verständnis für sein Gegenüber: „Wenn wir in derselben Situation wären wie Neapel und zwei Punkte Vorsprung hätten auf Bayern München in unserer Liga hätten wir vielleicht auch den ein oder anderen Spieler geschont.“ Das wird der Österreicher vielleicht umgekehrt machen, wenn er gegen Frankfurt wieder ein wenig Rotation ins Spiel bringt.

RB Leipzig will ins Achtelfinale – Rotation gegen Eintracht Frankfurt

Denn Kraft gekostet hat die erste englische Woche im neuen Jahr schon. „International musst du Vollgas geben und kannst sicherlich nicht mit angezogener Handbremse spielen. Es war sicherlich intensiv, aber wir haben jetzt noch Zeit bis Montag, werden dann vielleicht den ein oder anderen frischen Spieler wieder bringen“, so Hasenhüttl. Auch Konrad Laimer überzeugte mit vollem Einsatz. „80, 90 Prozent geben, das gibt es nicht. Ich gebe in jedem Spiel 110 Prozent, das ist das wichtigste“, sagte der Rechtsverteidiger, der nach Timo Werner die meisten seiner Zweikämpfe gewann. Und weiß genau, dass man nächsten Donnerstag alles klar machen kann. „Wir haben eine super Ausgangsposition für das Heimspiel am Donnerstag. Wir müssen mit derselben Konzentration zu Werke gehen wie heute, dann schaut es gut aus.“