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Oliver Mintzlaff, Geschäftsführer bei RB Leipzig, mit Naby Keita. Foto: imago

Oliver Mintzlaff, Geschäftsführer bei RB Leipzig, mit Naby Keita. Foto: imago

Oliver Mintzlaff: „Keita wird kein Einzelfall bleiben“

Naby Keita wird RB Leipzig am Saisonende Richtung FC Liverpool verlassen. Beim Sportbuzzer Fantalk 3.0 war dies Anlass, in der Runde mit Michael Ballack und Ralf Rangnick auch die Premiere League zu diskutieren.

Ballack mit viel Lob für Keita

Keita sei ein außergewöhnlicher Spieler mit enormer Entwicklung, über dessen Abgang man in Leipzig sicher traurig ist, so Ballack. „In Liverpool ist er nicht nur ein Auffüllspieler. Er ist aggressiv, bringt offensiv und defensiv alles mit, um eine gute Rolle zu spielen.“ Dass jeder Spieler mit guten Leistungen sofort Angeboten bekommt findet Ballack normal. „Dass das immer früher passiert ist nur logisch, bei der Ausbildung, die man genießt. Man will sich mit den besten messen, aber finanzielle Lukrativität kommt auch dazu.“

Oliver Mintzlaff: „Keita wird kein Einzelfall bleiben“

Oliver Mintzlaff gab unumwunden zu, dass auch RB Leipzig etwas dem Dortmunder Modell folgen wird, die in der Vergangenheit schmerzliche Abgänge hatten. „Keita wird möglicherweise kein Einzelfall bleiben. Die Spieler möchten eben den nächsten Schritt machen, und in England spielen sechs Clubs, die es bei uns so nicht gibt. Sechs Bayern Münchens, die sich in der Meisterschaft abwechseln.“

Tottenham ist als Ausnahme in den Top 6

Auch Ballack, ehemaliger Nationalspieler und Ex-Profi von FC Bayern München und FC Chelsea betonte, dass die Top Sechs in der englischen Liga in einer ganz eigenen Klasse spielen, auch belegt durch Leistungen wie der von Tottenham gegen Real Madrid. Über die Londoner war auch Ralf Rangnick voll des Lobes. „Das ist ein Einzelfall, die finanziell schon eher auf dem Niveau der Bundesliga liegen. Ich weiß das, weil wir mit Paul Mitchell jemanden von dort geholt haben.“ Ansonsten stimmte der RB-Sportdirektor zu, das Mannschaften wie Manchester City aktuell kaum einholbar sind. “

Rangnick: Welten zwischen Premiere League und Bundesliga

Ab Platz sechs aber sieht er keine Unterschiede im Vergleich mit den Deutschen Vereinen. Und hob auch hervor, dass man in England eben die Schraube ein Stück weiter gedreht hat, in allen Belangen. „Wenn ich mir die Stimmung anschaue, da sind Welten dazwischen. Das hat natürlich mit den Preisen zu tun, wie der Fußball dort vermarktet wird. Das können sich viele originäre Fans nicht mehr leisten“, so Rangnick.