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Leipzigs Sturmduo gegen den BVB: Jean-Kevin Augustin und Timo Werner (Foto: imago).

Leipzigs Sturmduo gegen den BVB: Jean-Kevin Augustin und Timo Werner (Foto: imago).

Lob für fleißiges Sturmduo Augustin und Werner

Trainer und Mitspieler haben nach dem 1:1 gegen Borussia Dortmund den RB-Torschütze Jean-Kévin Augustin gelobt. Doch auch den engagierten, aber glücklosen Timo Werner hob Hasenhüttl heraus.

Hasenhüttl: „Augustin wird immer wertvoller für uns”

Wie Augustin vor seinem Tor blitzschnell schaltete, sich drehte und eiskalt abschloss, hatte Klasse (29.). Bereits das dritte Tor hintereinander für Augustin, der seine Krise des Spätherbstes und Winters überwunden hat. So bekam der junge Franzose nach der Partie gegen den BVB auch Lob von Kapitän Willi Orban: „Er bestätigt seine steigende Form. Er ist ein außergewöhnlicher Spieler, die Situation beim Tor zeichnet ihn aus: mit Tempo in die Tiefe gehen, und dass er die Ruhe und Qualität hat, am Torwart vorbeizugehen. Das war gut gemacht.”

Trainer Ralph Hasenhüttl sieht bei Augustin auch abseits seiner Scorer-Qualitäten einen positiven Trend: „Er wird als Gesamtpaket immer wertvoller für uns. Er ist gegen den Ball immer besser in unser Spiel einzubinden und hat gelernt, mit unseren taktischen Vorgaben gut umzugehen.” Die Vermittlung sei aufgrund der Tatsache, dass Augustin kaum Deutsch spreche, nicht so einfach. „Aber wir haben sehr viel mit ihm gearbeitet”, sagte Hasenhüttl.

Brustlöser verpasst: Timo Werner vergibt Topchance am Anfang

Doch auch Augustins engagierten, aber wenig effizienten Sturmpartner Timo Werner vergaß Hasenhüttl nicht. Der Schwabe brachte zwar nur zwei Torschüsse zustande, lief aber die meisten Kilometer bei RB (12) und zog die meisten Sprints (40) und intensiven Läufe an (79). „Er war sehr fleißig, wie ich finde”, sagte der Trainer. „Wenn er das Tor ganz am Anfang macht, hätte das ein schöner Brustlöser sein können. Aber da hält Bürki gut.” So schleppte Werner die vergebene Gelegenheit (9.), als er nach einem BVB-Patzer den Ball eroberte und frei vor Bürki vergab, das gesamte Spiel über mit sich herum.

Zwar leistete sich Werner, mit dem Hasenhüttl vor dem Spiel gegen Köln ein Einzelgespräch geführt hatte, auch einige Stockfehler bei Ballannahmen. Doch Hasenhüttl hob hervor: „Er definiert sich über seine Geradlinigkeit und seinen Tiefgang, und das hat er heute phasenweise wieder drin gehabt. Diese Komponenten sind für unser Spiel sehr wichtig.”