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Unterstützung für Peter Fischer bei AfD-Ablehnung: Ralf Rangnick rudert zurück

In einem gemeinsamen Auftritt bei Sky hatte Ralf Rangnick kürzlich Eintracht Frankfurts Präsident Peter Fischer noch für sein Eintreten gegen die AfD gelobt. Nun ruderte der Sportdirektor von RB Leipzig zurück.

„Ich bewundere sein Engagement. Das ist ehrenwert und mutig“, erklärte Rangnick Anfang Februar bei Sky90 in Richtung Fischer. Die Situation in Deutschland sei „bedenklich. Ich habe nie verstanden, warum wir in Deutschland auf dem rechten Augen weniger hinschauen als auf dem linken. Das ist eigentlich durch unsere Geschichte nicht begründet. ‚Wehret den Anfängen‘ kann ich absolut unterstützen.“ Es sei zwar „unrealistisch“, keine AfD-Wähler im eigenen Stadion zu haben, aber „wichtiger ist sowieso, was in vier Jahren“, also bei den nächsten Bundestagswahlen ist.

Ralf Rangnick will unpolitischen Fußball

Bei einer CDU-Veranstaltung am Montagabend ruderte Ralf Rangnick nun zurück, wie die Freie Presse berichtet. „Der Fußball sollte versuchen, unpolitisch zu bleiben.“ Sich als Fußballverein gegen AfD-Wähler zu positionieren, wie es Peter Fischer getan hatte, lehne Rangnick ab. Zuletzt hatte Fischer sich sogar ein breiteres Auftreten im Sport und in der Bundesliga gegen die AfD gewünscht.

Im Interview mit Sachsens Generalsekretär Alexander Dirks führte Ralf Rangnick während der sogenannten „Denkfabrik“ weiter aus, dass RB Leipzig für Teamspirit und Fairness stehe und auch gegen Homophobie und Rassismus eintrete.

Ausländische Profis bei RB Leipzig als „gelebte Integration“

Als Vorzeigebeispiel für „gelebte Integration“ verwies Ralf Rangnick dabei darauf, dass im Profikader von RB Leipzig nur acht Spieler mit einem deutschen Pass stünden. Die Spieler, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, bekämen bei RB Sprachunterricht. Alle wären bei RB Leipzig voll integriert.

Schon im Februar hatte Rangnick bei Sky90 auf die ausländischen Spieler, die bei RB spielen verwiesen. „Wir leben bei uns in der Stadt die Integration. In Sachsen hat die AfD über 30 Prozent. Als Verein sollte man deshalb die Spielregeln klar kommunizieren.“


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