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Unruhe bei RB Leipzig – Kampl beschäftigt sich mit Trainerfrage

Seit längerem wird über die Verlängerung des Vertrags von Ralph Hasenhüttl über 2019 hinaus diskutiert. Zwischen dem Trainer und RB Leipzig gab es bisher ein loses Gespräch, bei dem man vereinbarte, sich im Frühling wieder zusammenzusetzen. Zuletzt hatte Ralf Rangnick erklärt, dass es auch Sommer werden könnte.

Kevin Kampl beschäftigt die Vertragsverlängerung von Ralph Hasenhüttl

Dass die Situation nicht spurlos an den Spielern vorbeigeht, zeigt nun Kevin Kampl. „Man fragt sich schon, ob er verlängert oder wechselt und wie sehr er sich damit beschäftigt. Das Thema kann man nicht ganz ausblenden“, erklärt der Mittelfeldmann in der Sportbild (Print). Allerdings dürfe das für die „Spieler auch keine zu große Rolle spielen“.

Der Trainer, die Spieler – der Verdacht liegte nahe, dass offene Vertragsfragen ihren Teil zu einer Gesamtunruhe im Verein beitragen. Ralph Hasenhüttl hatte selbst unlängts davon gesprochen, dass „persönliche Interessen überhandnehmen“.

Vertragsverlängerungen bei RB Leipzig sorgen für Unruhe

Die Sportbild hat das Thema aufgegriffen. Sie sieht diese persönlichen Interessen vor allem dann, wenn Spieler wie Timo Werner unzufrieden sind über die Zuspiele von Mitspielern oder wenn Naby Keita sich zu sehr mit Liverpool beschäftigt oder Emil Forsberg trotz Verletzung weiterspielt, um die WM nicht zu gefährden.

Die Spielerverträge spielen bei diesem Thema ebenfalls eine Rolle. Ralf Rangnick hatte kürzlich angekündigt, Vertragsverlängerungsgespräche künftig nur noch in der Sommer- oder Winterpause führen zu wollen. Auch Kevin Kampl merkt an, dass „Vertragsverlängerungen von anderen Spielern immer ein Thema in der Mannschaft sind“.

In der jüngeren Vergangenheit wollte Ralf Rangnick vor allem mit Timo Werner, Marcel Sabitzer und Marcel Halstenberg verlängern. Erfolgreich war der RB-Sportdirektor dabei bisher nicht.

Mit Einzel- und Gruppengesprächen zurück in die Erfolgsspur?

Aufgrund der Probleme in der Mannschaft und einigen sportlich schwachen Auftritten hatte man bei RB Leipzig nach dem Spiel gegen Köln einige Gruppen- und Einzelgespräche geführt, um die Spieler wieder auf Kurs zu bringen und in die Mannschaft hineinzuhören.

Gegen Dortmund spielte RB Leipzig zuletzt verbessert, musste sich aber mit einem 1:1 begnügen. Die Spiele in den kommenden zwei Wochen gegen St. Petersburg, in Stuttgart, in St. Petersburg und gegen Bayern werden zeigen, inwieweit sich RB wieder stabilisieren kann.