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Dass gegen Zenit St Petersburg so wenig Fans zu RB Leipzig kamen wie lange nicht, findet Ralph Hasenhüttl nur verständlich. Foto: imago

Dass gegen Zenit St Petersburg so wenig Fans zu RB Leipzig kamen wie lange nicht, findet Ralph Hasenhüttl nur verständlich. Foto: imago

Ralph Hasenhüttl trotz Gegentor zufrieden – Lob für die Fans

Trotz des späten Gegentors im Hinspiel des Achtelfinales der Europa League gegen Zenit St. Petersburg zeigt sich Trainer Ralph Hasenhüttl zufrieden mit dem Spiel. RB Leipzig hatte am Donnerstagabend den russischen Vertreter durch Tore von Bruma und Timo Werner mit 2:1 geschlagen. Domenico Criscito hatte in der 85. Minute allerdings das wichtige Auswärtstor für die Gäste erzielt.

„Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht und sind mit dem richtigen Maß an Risiko in das Spiel gegangen“, freute sich der Trainer von RB Leipzig nach der Partie. Schon in der ersten Halbzeit habe man gut gespielt, sei aber nicht zwingend genug gewesen. Für die zweite Halbzeit habe man sich dann überlegt, wie man den Gegner „noch mehr stressen“ kann, was mit zwei Toren gut gelang.

Bitteres Gegentor kurz vor Schluss, aber das Positive überwiegt

„Fünf Minuten haben zum absoluten Wunschergebnis gefehlt. Wir haben nichts zugelassen und kriegen trotzdem ein Tor. Das ist bitter“, haderte Ralph Hasenhüttl dann aber doch mit dem Gegentor. „Das Positive überwiegt aber bei weitem“, fokussierte er aber sofort wieder auf eine konzentrierte und überzeugende Vorstellung von RB Leipzig.

Für das Rückspiel sieht Ralph Hasenhüttl eine „50:50-Chance. Es war uns klar, dass wir die Runde nicht hier in Leipzig entscheiden. Wir brauchen in St. Petersburg wahrscheinlich ein Tor. Die Qualität haben wir, dass wir auch auswärts ein Tor erzielen können. Ich bin guter Dinge, dass wir weiterkommen können“, zeigte sich Hasenhüttl optimistisch für die Partie am kommenden Donnerstag (15.03.2018, 19 Uhr deutscher Zeit).

Ralph Hasenhüttl freut sich für Timo Werner und lobt Emil Forsberg

Gefreut hatte sich der Trainer auch für Timo Werner, der nach ein paar Spielen ohne Tor wieder erfolgreich war. „Bis zum Torerfolg hat er manchmal etwas unglücklich agiert und hatte bereits ein, zwei Szenen, wo die Genauigkeit fehlte. Das Tor war dann überragend. Da hat er gezeigt, dass er kaltschnäuzig sein kann. Hoffe, dass ihm das Auftrieb gibt.“ Bei einer Großchance vor dem Treffer zum 2:0 habe Timo Werner allerdings noch die „Selbstsicherheit“ gefehlt.

Besonderes Lob bekam auch Emil Forsberg, der erstmals nach seiner Verletzung wieder 90 Minuten durchspielte. „Er hat ein sehr gutes Spiel gemacht, war sehr aktiv.“ Dabei kam der Schwede statt auf der linken Zehn auf der rechten Zehn zum Einsatz, weil „sich Bruma links wohler fühlt. Das passt auch gut, weil Forsberg sowieso mehr über das Zentrum kommt. Die beiden haben sich gut ergänzt.“

Ralph Hasenhüttl freut sich über Unterstützung der Fans von RB Leipzig

Ein Lob bekamen auch die Fans von RB Leipzig. Zwar waren nur knapp 20.000 im Stadion, so wenige wie seit Dezember 2015 zu einem Zweitligaspiel gegen den FSV Frankfurt nicht mehr. Diese haben „trotzdem für eine gute Stimmung im Stadion gesorgt. Wir wurden auch in den Momenten getragen, in denen wir nicht so viele zwingende Chancen hatten. Man merkte die Lust an Europa bei den Zuschauern. Das ist schön, denn es ist was besonderes, dass wir dabei sein dürfen. Ich war mit der Unterstützung heute sehr zufrieden.“

Dabei äußerte Ralph Hasenhüttl erneut Verständnis dafür, dass sich viele Fans gegen einen Besuch des Heimspiels gegen Zenit St. Petersburg entschieden. Schließlich war es das vierte Heimspiel von RB Leipzig in kürzester Zeit. Und mit dem Spiel gegen die Bayern steht ein weiteres ausverkauftes Spiel bereits vor der Tür. „Dass da der eine oder andere sagt, das schaue ich mir lieber im Free TV an, dafür habe ich absolut Verständnis.“