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Trotz Minuskulisse gegen Zenit: RB-Fans feiern „Europapokal”

Im Verein waren sie sich ganz sicher, im Europa-League-Achtelfinale gegen Zenit St. Petersburg wenigstens die 20.000-Zuschauer-Marke zu knacken. Das klappte nicht, doch die Fans die da waren, erlebten dennoch einen stimmungsvollen Abend mit Zweitliga-Charme im Stadion.

Lediglich 19.877 Zuschauer – davon etwa 600 aus Russland – wollten das Achtelfinal-Hinspiel in der Euro League sehen. Nicht gerade eine würdige Europapokalkulisse. Weniger Fans waren zuletzt in der 2. Liga 2015 gegen den FSV Frankfurt gekommen.

Hasenhüttl: „Wurden von den Zuschauern getragen”

Doch die Anhänger, die da waren, feierten sich und das Spiel über 90 Minuten hinweg, sodass es akustisch kaum auffiel, dass viele Plätze leer waren. So entwickelte sich trotz des halbleeren Runds eine verschworene Atmosphäre auf den Rängen – auch weil viele Fans eben auch schon in der Regionalliga und 3. Liga dabei waren. „Wir wurden heute gut unterstützt von unseren Zuschauern, wurden getragen auch in den Momenten, in denen wir nicht so viele Chancen hatten. Man hat die Lust am Europapokal gemerkt.”

https://twitter.com/rb_live/status/971837453773475840

Drittligacharme im Europapokal

So hatte der Donnerstagabend im Leipziger Stadion durchaus etwas vom Charme der Drittliga- und frühen Zweitliga-Tage von RB. Nicht, was das gutklassige Fußballspiel anging, das Rasenballsport im Europa-League-Achtelfinale gegen Zenit St. Petersburg mit 2:1 (0:0) gewann und sich somit eine passable Ausgangsposition für das Rückspiel in einer Woche und den Einzug ins Viertelfinale schuf.

Doch die Umstände erinnerten eher an vergangene Tage: Auf dem Weg zum Stadion herrschte kein Stau; sogar einige der raren Fahrradständer waren noch frei und auf den sonst überfüllten Stadionfluren vor den Bratwurstständen verloren sich nur vereinzelte Fans.

Kurz vor und nach Spielschluss tönte dann immer wieder der Chant „Eu-ropa-pokal, Leip-zig inter-national” durch die Arena. „Die, die da waren, haben es sicher nicht bereut und gehen glücklich nach Hause”, sagte Kapitän Willi Orban.

Bei der Mitteldeutschen Zeitung lesen Sie, aus welchen Gründen sich so wenig Fans für die Europa League begeistern.