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Der Mann bei RB Leipzig mit der Binde: Willi Orban (Foto: imago).

Der Mann bei RB Leipzig mit der Binde: Willi Orban (Foto: imago).

Willi Orban: „Waren vor dem 2:1 schläfrig“ – Emil Forsberg: „Es hat Spaß gemacht“

Nach dem 2:1 von RB Leipzig gegen Zenit St. Petersburg ist der Tenor bei den Spielern relativ eindeutig. Man freut sich über den Sieg und ein gutes Spiel und ärgert sich über das späte Gegentor, durch das die Aufgabe im Rückspiel des Achtelfinales der Europa League schwerer wird.

RB Leipzig spielt wieder nicht zu Null

„Wir haben eine gute Ausgangssituation, hätten aber eine sehr gute haben können“, analysiert Kapitän Willi Orban nach der Partie. Vier Minuten haben gefehlt, um international mal zu Null zu spielen. Aber wir kommen der Sache näher.“ RB Leipzig hat durch den späten Gegentreffer gegen St. Petersburg bisher in allen neun Spielen in Champions League und Europa League mindestens ein Gegentor zugelassen.

Vor allem die Entstehung des Freistoßes, der dann von Domenico Criscito direkt verwandelt wurde, ärgert Willi Orban. „Das müssen wir uns ankreiden, dass wir da schläfrig waren und ein unnötiges Foul machen.“ Dayot Upamecano hatte Aleksandr Kokorin erst zu viel Raum gegeben und ihn dann 20 Meter vor dem eigenen Tor am Bein getroffen. Schiedsrichter Ovidiu Hategan entschied auf Freistoß und gelb wegen wiederholtem Foulspiel.

Willi Orban fehlt die Super-Sprungkraft

Der Freistoß selbst war dann für RB Leipzig nicht mehr zu verteidigen. Peter Gulacsi meinte, dass der Ball „unhaltbar“ war, weil er ihn spät gesehen hatte. Und auch Willi Orban hatte keine Chance mehr einzugreifen, trotzdem der Ball über seinen Kopf hinweg flog. „Da muss ich noch ein bisschen Sprungkraft trainieren, um an den Ball ranzukommen“, flachste er nach dem Spiel.

Mit der Leistung seiner Mannschaft zeigte sich Orban insgesamt sehr zufrieden. „Das Spiel hat sich sehr gut angefühlt, weil wir eine gute Kontrolle im Ballbesitz hatten und griffig im Gegenpressing waren. St. Petersburg hat sehr italienisch-kompakt verteidigt. Wir haben da immer wieder angekurbelt und es versucht. Das war im Ballbesitz ein Schritt nach vorn.“

RB Leipzig gegen Zenit St. Petersburg die bessere Mannschaft

Auch Emil Forsberg war mit dem spielerischen Auftritt absolut zufrieden. „Ich freue mich, weil wir ein gutes Spiel gemacht haben. Wir haben viele Torchancen herausgespielt. Wir waren die bessere Mannschaft.“. Für eine unerfahrene Mannschaft wie die von RB Leipzig sei es „manchmal unglaublich“, wie gut man schon spiele. Gegen St. Petersburg habe man es vor allem geschafft, „das Tempo hochzuhalten und mit ein, zwei Kontakten zu spielen“.

Ob es nächste Woche beim Rückspiel für den Einzug ins Viertelfinale der Champions League reicht, ist für Emil Forsberg „schwer zu sagen. Es wird nicht einfach, aber wir sind bereit und wollen weiterkommen, klar.“ Zuerst fokussiere man sich aber auf das Spiel beim VfB Stuttgart am Sonntag, bei dem Forsberg viele Zweikämpfe erwartet.

Emil Forsberg findet langsam seinen Rhythmus wieder

Sonderlob hatte der Offensivakteur von Trainer Ralph Hasenhüttl bekommen, der eine sehr gute Forsberg-Partie gesehen hatte und sich freute, dass es für 90 Minuten reichte. Auch Emil Forsberg war froh, dass er nach seiner Verletzungspause erstmals wieder über die komplette Spielzeit mitmachen durfte. „Ich komme langsam wieder in den Rhythmus. Es wird besser und besser. Es hat Spaß gemacht“, war er am Ende des Abends zufrieden, auch wenn das Spiel aus seiner Sicht hätte 2:0 ausgehen müssen.