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Flucht nach vorne: RB setzt gegen Zenit auf Offensive

Doppelbelastung will Ralph Hasenhüttl bei RB Leipzig nicht als Alibi für schwankende Leistungen gelten lassen. Deswegen ergreift er nach dem Unentschieden in Stuttgart gegen Zenit St. Petersburg die Flucht nach vorne.

RB Leipzig souverän in der Europa League

Im Hinspiel konnte RB Leipzig vor eigenem Publikum ein zeigen, dass man in der Europa League gereift ist. Lediglich der Anschlusstreffer durch Criscito schmälerte die Freude. Denn Ralph Hasenhüttl ist absolut überzeugt, dass man nun auch im Rückspiel ein Tor braucht. „Wir werden uns nicht hinten einigeln und 70 Minuten drauf hoffen, kein Tor zu bekommen. Denn dann kassierst du in der 80. eins und musst dann hinten aufmachen. Deswegen werden wir in St. Petersburg auch nach vorne Akzente setzen“, so der RB-Coach.

Dafür könnte er wieder etwas umstellen, eine Rückkehr von Kampl neben Keita wäre denkbar. „Mit Diego Demme ist unser Spiel einen Ticken defensiver. Er hat es ordentlich gemacht und bringt uns ein Stück Stabilität vor der Abwehr“, bekam sein Sechser Lob, „trotzdem wird es nicht reichen, um gegen St. Petersburg weiterzukommen.“ Möglich also, dass er seinem Abräumer hier eine Pause einräumt.

Macht Kevin Kampl dem Offensivspiel Dampf?

Derweil ist noch nicht ganz klar, ob Kevin Kampl bis zum Rückspiel wieder fit wird. Denn schon im Spiel gegen Borussia Dortmund hatte er sich eine Blessur am Knie zugezogen, konnte wie Konrad Laimer am Montag noch nicht mit der Mannschaft trainieren. „Sie versuchen, morgen oder übermorgen ins Mannschaftstraining einzusteigen. Dann schauen wir, ob es für St. Petersburg reicht. Die Wahrscheinlichkeit ist nicht so gering, aber ob es für die Startelf reicht oder nicht, muss ich dann entscheiden“, so Hasenhüttl zu aktuellen Personalfragen.

Abschenken für die Bayern „wäre Wahnsinn“

Trotz des Unentschiedens gegen Stuttgart sieht Hasenhüttl keinen Handlunsgbedarf im Hinblick auf die Saisonziele. „Vor der Saison haben wir gesagt, wenn wir es irgendwie schaffen, uns wieder für einen internationalen Wettbewerb zu qualifizieren und noch dazu zu überwintern, wäre das überragend. Das haben wir geschafft und sind vor der historischen Möglichkeit, ins Viertelfinale einzuziehen.“

Angesichts der schwankenden Leistungen zwischen Europa League und Bundesliga kam zuletzt der Eindruck auf, RB bekomme es nicht hin, sich zugleich auf beides zu fokussieren. Niemals würde Hasenhüttl aber die Möglichkeit, weiter Europa League zu spielen, dem Kampf um die Champions-League-Plätze opfern.  „Ich kann mir die Schlagzeilen vorstellen, wenn wir am Donnerstag mit einer U19 anreisen und das Spiel abschenken, damit wir gegen Bayern bei 100 Prozent sind. Das wäre ja Wahnsinn“, so Hasenhüttl.


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