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Ralf Rangnick über Fanmitbestimmung: „Der Fußball gehört dem Fußball“

Einen Tag vor dem Spiel beim VfB Stuttgart war Ralf Rangnick in Schwäbisch Gmünd zu Besuch. Vor 300 Zuhörern wurde der Sportdirektor von RB Leipzig dabei von Werner Hansch in der Talkreihe „Zur Sache“ interviewt, wie die Schwäbische Post (Print) berichtet.

Ralf Rangnick sieht Grenzen für Fanmitbestimmung

Dabei betonte Rangnick im Rahmen der Veranstaltung auch, dass es dabei bleiben wird, dass im Fußball „immer mehr Geld eine Rolle spielt. Dass die Fans da mitbestimmen können, geht bei einem Wirtschaftsunternehmen nicht“, glaubt er. Der Fußball gehöre nicht jenen, „die glauben, ein Recht darauf zu haben. Der Fußball gehört dem Fußball.“ Man müsse in Deutschland diskutieren, wie viel Macht Fußballfans haben dürfen.

Zuletzt hatte Ralf Rangnick bereits nach dem Montagsspiel in Frankfurt erklärt, dass Fanaktionen nicht zu Abweichungen im Spielablauf führen dürften. Das „darf es unter keinen Umständen geben. Wenn künstliche Werkzeuge wie Trillerpfeifen und zur Verstärkung der Geräuschkulisse auch noch Megaphone zum Einsatz kommen oder Fans unmittelbar im Innenraum am Spielfeldrand stehen, dann darf zukünftig kein Spiel mehr angepfiffen oder durchgeführt werden.“  Eintracht-Anhänger hatten mit verschiedenen Aktionen, darunter Trillerpfeifen und die Besetzung des Innenraums gegen Montagsspiele protestiert.

Ralf Rangnick hat viel aus seiner Burnout-Zeit gelernt

Gesprochen hat Ralf Rangnick in Schwäbisch Gmünd auch über seine Burnout-Zeit, aus der er viel gelernt hat. „Der Knackpunkt war, dass ich mich nicht genügend um mich selbst gekümmert habe“, weiß er im Nachhinein. In einem anderen Beruf, kehre man nach einer solchen Erkrankung wieder in seinen alten Job zurück. Als Trainer ist das nicht möglich gewesen. „Ich wusste nicht, ob ich jemals wieder als Fußballtrainer Fuß fassen würde.“

„Wenn du Menschen führen willst, musst du in erster Linie in der Lage sein, dich selbst zu führen“, hat Ralf Rangnick die Lehren aus der Burnout-Zeit gezogen. Mehr Sport, mehr Kultur und eine bessere Ernährung waren die Konsequenzen. Mit dieser Lebensweise sei er auch Vorbild für die Spieler. „Du kannst nicht Wasser predigen und Wein trinken. Da schauen die Spieler schon genau hin.“


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