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Oliver Mintzlaff: Champions League nicht Pflicht – Hasenhüttl-Verlängerung keine schnelle Sache

Glückliche Dreierbeziehung oder Quell unterschiedlicher Ansichten? Ralph Hasenhüttl, Oliver Mintzlaff und Ralf Rangnick sind die Führungsspitze von RB Leipzig. (Foto: Imago)

Glückliche Dreierbeziehung oder Quell unterschiedlicher Ansichten? Ralph Hasenhüttl, Oliver Mintzlaff und Ralf Rangnick sind die Führungsspitze von RB Leipzig. (Foto: Imago)

Zuletzt wurde rund um RB Leipzig über die Ziele des Vereins in dieser Saison gesprochen. Dabei hatte Ralph Hasenhüttl betont, dass man den aktuellen Tabellenstand vernünftig einordnen müsse und dass das Erreichen der Champions League nie das Saisonziel war. Bei dieser Sichtweise bekommt er nun die Unterstützung von Geschäftsführer Oliver Mintzlaff.

„Mittelfristig, also in den nächsten Jahren, wollen wir konstant unter die ersten vier“, sieht Mintzlaff die Champions League nicht als kurzfristiges Dauerziel. „Wir haben uns vor dieser Saison nicht das Ziel Champions League gesetzt. Das wäre vermessen gewesen. Nach 22 Spieltagen waren wir Tabellenzweiter. Klar wollten wir dann oben bleiben. Das ist weiterhin ein Wunsch, aber bei Weitem keine Pflicht.“

Planung der kommenden Saison bei RB Leipzig hängt vom Tabellenplatz ab

Für die Planung der kommenden Saison mache es aber einen großen Unterschied, welchen Tabellenplatz man am Ende erreicht. „Es ist ein Unterschied, ob wir Vierter, Sechster oder Achter werden. Ralf Rangnick und sein Scouting-Team arbeiten an drei Plänen. Der Champions-League-Plan bietet ihm natürlich andere Möglichkeiten, bestimmte Spieler für uns zu gewinnen.“ Dabei weiche man aber nicht von der eigenen Philosophie ab, junge Talente zu entdecken und zu entwickeln. Man könne und wolle nicht „mal eben 100, 200 Millionen Euro investieren“.

Wie es mit Ralph Hasenhüttl weitergeht, bleibt dabei weiter unklar. Noch bis 2019 steht der Trainer bei RB Leipzig unter Vertrag. Oliver Mintzlaff hatte deshalb zuletzt vor dem Bayern-Spiel erklärt, dass er davon ausgeht, dass Hasenhüttl auch nächste Saison bei RB an der Seitenlinie steht.

Oliver Mintzlaff weiß um Verdienste von Ralph Hasenhüttl, vermisst manchmal aber RB-DNA

In Sportbild betont er nun erneut, dass es zwischen Verein und Trainer weiter ein sehr gutes Verhältnis gibt. Allerdings sei eine Vertragsverlängerung „keine Sache von einer Stunde. Da muss man natürlich über sehr viele Details sprechen.“ Es gehe darum zu prüfen, ob die Ideen und Vorstellungen von Verein und Trainer hinsichtlich der weiteren Entwicklung von RB Leipzig noch übereinstimmen.

„Wir rechnen Ralph Hasenhüttl die bisherigen Ergebnisse seiner mehr als eineinhalb Jahre bei uns hoch an“, sieht Oliver Mintzlaff die Verdienste des Trainers von RB Leipzig. „Aber es gab auch Spiele, in denen wir unser Spiel und unsere DNA nicht so auf den Platz gebracht haben.“ Man müsse „in allen Bereichen des Vereins“ immer alles hinterfragen und sich weiterentwickeln. „Es geht immer darum, zu lernen und besser zu werden.“

Kein Streit zwischen Oliver Mintzlaff und Ralf Rangnick

Oliver Mintzlaff dementiert in Sportbild auch Gerüchte, dass es zwischen ihm und Ralf Rangnick bezüglich des Einsatzes des Etats Streit gibt. Es gebe unterschiedliche Auffassungen, wie viel Geld man in Gehälter und Ablösen steckt, so die Gerüchte. „Das ist falsch. Wir finden immer einen Konsens. Ralf Rangnick weiß, dass wir ein Budget haben, das irgendwann erschöpft ist. Wenn wir das Budget festlegen, diskutieren wir natürlich intensiv, wie viel wir für die Mannschaft investieren und mit welcher Summe wir beispielsweise Darlehen tilgen“, widerspricht Mintzlaff den Gerüchten.

Zudem erneuert der Geschäftsführer von RB Leipzig frühere Aussagen, dass RB Leipzig „kein Verkaufsklub“ ist. Er glaube nicht, dass Timo Werner für die kommende Saison andere Vereine als RB Leipzig „im Kopf hat“. Generell gelte aber auch unabhängig vom Stürmer, dass es „kein Wunschkonzert ist, wann welcher Spieler wohin geht. Die Entscheidungshoheit bleibt immer beim Verein.“