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Kein Tor? 96igs Pirmin Schwegler kann es nicht glauben. Foto: Imago.

Hasenhüttl zum korrigierten 3:3 gegen Hannover: „Es gibt Nachbesserungsbedarf!“

Ralph Hasenhüttl hat das zurückgenommene Tor zum vermeintlichen 3:3 durch Niclas Füllkrug im Spiel von RB Leipzig gegen Hannover 96 trotz Begünstigung zum Anlass genommen, um beim Thema Videobeweis zu fordern: „Es gibt Nachbesserungsbedarf!“

Hintergrund ist das Fehlen einer sogenannten kalibrierten Linie bei den TV-Schiedsrichtern in Köln, die Abseitsentscheidungen deshalb mit dem Augenmaß bewerten müssen. Beim 3:2 (1:0) von RB in Hannover hatte das dazu geführte, dass die Kölner Richter das 3:3 durch Niclas Füllkrug in der 82. Minute zurückpfiffen. Bei seinem Schuss hatte der Hannoveraner Stürmer angeblich im Abseits gestanden, die Situation war aber nicht eindeutig.

Poulsen hebt das Abseits auf

Für 96-Trainer André Breitenreiter ein Unding. „Das 3:3 war kein Abseits“, urteilte er. „Ich habe mir die Szene mehrfach angeschaut, Poulsens Fuß ist gleiche Höhe. Ich verstehe nicht, dass der Videoschiedsrichter eine unklare Situation bewertet und dann auch noch so.“

Ähnlich verhielt sich Hasenhüttl, auch wenn er Breitenreiters Urteil nicht teilen wollte. „Ohne kalibrierte Linie sind diese Entscheidungen verdammt schwer.“ Auch gegen RB Leipzig hatten die Kölner Videoschiedsrichter im Saisonverlauf ähnlich unklare Entscheidungen gefällt, weshalb Hasenhüttl sich ein paar sarkastische Bemerkungen nicht verkneifen konnte. „Das war jetzt das erste Mal, dass der Videobeweis zu unseren Gunsten ausgefallen ist. Man kann sagen, wir haben auf 1:10 verkürzt.“