Seite neu laden
-

Wochen der Wahrheit für RB Leipzig und umworbenen Hasenhüttl

Jetzt gilt’s. Der umworbene RB-Coach Hasenhüttl steht vor den Wochen der Wahrheit. Zweimal Olympique Marseille, dann Leverkusen und Bremen – vier Spiele in zehn Tagen. Die Chancen für die erneute Champions-League-Qualifikation für RB Leipzig sind noch intakt.

RB Leipzig auf Kurs für Dreifachbelastung auch 2018/19

Schwung mitnehmen und Takt halten. Für Klavierspieler Ralph Hasenhüttl werden die kommenden sechs Wochen den Schlussakkord setzen. So oder so. Es könnte für den Vizemeister RB Leipzig bei optimalem Verlauf mit der erneuten Champions-League-Qualifikation enden.

Oder die Fußball-Königsklasse wird verpasst, dann könnten die Bullen in der Europa League für Furore sorgen. Solch ein Szenario wäre ebenfalls als Erfolg zu werten, unabhängig vom Bundesliga-Ausgang nach erstmaliger Doppelbelastung über die Winterpause hinaus. Diese Konstellation muss sonst nur Rekordmeister FC Bayern München meistern.

Zubizarreta bläst zur Attacke

Den Auftakt für die Saisonabrechnung 2.0 bei RB bildet schon am Donnerstag das Viertelfinal-Hinspiel in der Europa League gegen Olympique Marseille. Das Team von Trainer Rudi Garcia reist mit einem 3:1-Sieg gegen FCO Dijon als Empfehlung nach Leipzig.

Zudem kündigte OM-Sportdirektor Andoni Zubizarreta vom Tabellen-Dritten der Ligue 1 ein Offensiv-Feuerwerk an. „Wir werden auch attackieren“, sagte die ehemalige spanische Torwart-Ikone. Immerhin geht es für den letzten Repräsentanten des französischen Fußballs um Prestige-Gewinn. Denn Paris Saint-Germain war in der Champions League an Real Madrid im Achtelfinale gescheitert. Die AS Monaco war bereits in der Gruppenphase gegen RB ausgeschieden.

Ralf Rangnick betont nüchtern

Die Leipziger haben im zweiten Bundesliga-Jahr gefühlt nichts zu verlieren – sieht man von den gehobenen Ansprüchen der RB-Verantwortlichen Mintzlaff & Rangnick ab. Als letzterer nach dem Sieg in Niedersachsen mal wieder auf die Trainer-Thematik angesprochen wurde, klang die Antwort abgeklärt und nüchtern. Die eigentliche Aussage war: Der Club und Hasenhüttl haben bereits Gespräche über eine Vertragsverlängerung geführt; mal sehen, was daraus wird. „Er hat gesagt, dass er ein Interesse hat, mit uns die Gespräche fortzusetzen. Wir wollen das jetzt weiterführen und sehen, ob wir eine Grundlage finden, über 2019 hinaus weiter zusammenzuarbeiten“, sagte Rangnick. Reichlich zurückhaltend gemessen daran, dass der Trainer, der Leipzig zur Vize-Meisterschaft, in die Champions League und aktuell bis ins Viertelfinale der Europa League geführt hat, angeblich von anderen Topclubs umworben ist.

Hasenhüttl und die Limits bei RB Leipzig

Hasenhüttl klang da zuletzt begeisterter, sprach von Visionen und Zielen mit der Mannschaft. Er wolle die Stellschrauben fürs Limit weiterdrehen, zugleich die junge Mannschaft aber vor überzogenen Erwartungen schützen. Vor Erwartungen schützen, das geht auch als Credo des Vereins durch und gilt ebenso für die Hasenhüttl-Personalie, solange es nur irgendeinen möglichen Restzweifel gibt.

RB Leipzig wieder in der Spur

Sportliche Gegenargumente gibt es immerhin keine, die Basis für gemeinsame Zusammenarbeit hängt an den Vorstellungen des Cheftrainers. Nach dem sechsten Spiel ohne Niederlage zog der Red-Bull-Club an Leverkusen und Frankfurt in der Tabelle vorbei. Der Abstand zu Borussia Dortmund auf Rang drei beträgt nach deren Niederlage gegen den FC Bayern nur noch zwei Punkte. „Wir sind in einer guten Spur“, drückte es Emil Forsberg, Torschütze zum 1:0 (16. Minute), aus. Grund dafür ist laut den Spielern vor allem auch Hasenhüttl. „Wir gehen natürlich davon aus, dass er bei uns im Verein bleibt“, sagte Yussuf Poulsen, der das 3:1 (76.) erzielte.

(dpa|RBlive)