Seite neu laden
Robert Klauß kann stolz sein auf den erfolgreichen Abschluss seiner Ausbildung zum Fußballlehrer und ist das zwischen DFB-Präsident Reinhard Grindel (rechts) und DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius auch. (Foto: Imago)

Robert Klauß kann stolz sein auf den erfolgreichen Abschluss seiner Ausbildung zum Fußballlehrer und ist das zwischen DFB-Präsident Reinhard Grindel (rechts) und DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius auch. (Foto: Imago)

Ralph Hasenhüttl als Vorbild für U19-Trainer Robert Klauß

Als Jahrgangsbester schloss Robert Klauß kürzlich die Ausbildung zum Fußballlehrer beim DFB ab. „Ich bin stolz darauf, dass ich es gut gemacht habe. Aber es war kein Ziel, der Beste zu werden. Mir war in erster Linie wichtig, dass ich gut abschneide und mit meiner Leistung zufrieden bin“, erklärt der Trainer der U19 von RB Leipzig im Interview mit dem Kicker (Print).

Vor allem vor dem Hintergrund der enormen Belastung wollte er sich mit einem besonders guten Ergebnis belohnen. Klauß absolvierte den Lehrgang parallel zu seiner Tätigkeit bei RB Leipzig. Besonders schwer gewesen sei es, „sich schnell auf die neue Umgebung und Situation einzustellen. Wenn man in der Sportschule Hennef ist, ist man im Kopf auch immer noch bei seiner Mannschaft. Und wenn ich in Leipzig war, musste ich den Lehrgang vorbereiten.“

Robert Klauß schaut bei Ralph Hasenhüttl genauer hin

Für seinen weiteren Karriereweg als Trainer lernt Robert Klauß auch bei Vereinskollege Ralph Hasenhüttl. Der ist „was Mannschaftsführung, Arbeitsstruktur und Auftreten angeht, definitiv ein Vorbild für mich“. Dass ehemalige Lehrgangsbeste wie Florian Kohlfeldt und Domenico Tedesco inzwischen in der Bundesliga arbeiten, sei für den 33-Jährigen aber kein Fingerzeig. „Ich bin bisher immer gut damit gefahren, dass ich den aktuellen Job bestmöglich mache. Ich habe nie geschaut: Wo kann ich bald hinkommen? Dann verliere ich den Fokus für die aktuelle Aufgabe.“

Allerdings sei es ein Vorteil, dass man heutzutage als Trainer in einem Nachwuchsleistungszentrum schon sehr viel Erfahrung in der professionellen Trainerarbeit sammelt, die einem auch für die weitere Karriere im Profibereich hilft. Mit der Debatte um Laptoptrainer kann er dabei wenig anfangen. Auch wenn Mehmet Scholl recht habe, dass im Nachwuchsbereich bei den Talenten Individualität verloren geht, stelle sich die Frage, „ob man das Ganze im Zusammenhang mit der neuen Trainer-Generation sehen muss“.

Nachwuchsausbildung bei RB Leipzig braucht Geduld

Kein Problem hat Robert Klauß mit der Kritik von Ralf Rangnick. Der hatte die U19 von RB Leipzig als schlechteste, seitdem er bei RB ist, bezeichnet. „Ich fühle mich angesprochen, aber nicht angegriffen“, so Klauß. „Es ist sein gutes Recht als Sportdirektor, Defizite klar anzusprechen. Und er hat sich ja auch explizit mit in die Verantwortung genommen.“

Dass bisher noch kein Talent aus dem Nachwuchsbereich in das Profiteam von RB Leipzig aufsteigen konnte, liegt auch daran, dass man inzwischen Spieler auf Champions-League-Niveau ausbilden muss. „Ich bin davon überzeugt, dass wir in den nächsten Jahren Bundesliga- und bald auch Champions-League-Spieler ausbilden. Aber dafür brauchen wir schon noch etwas Geduld.“