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RB Leipzig froh über die Null und eine gute Ausgangsposition

Zehnmal hatte RB Leipzig vor dem Spiel gegen Olympique Marseille international gespielt. Zehnmal kassierte man jeweils mindestens ein Gegentor. Vor dem Hinspiel im Viertelfinale der Europa League wünschte man sich endlich mal ein Spiel zu Null. Trotz einiger Chancen für Marseille inklusive Lattentreffer erfüllte man sich diesen Wunsch diesmal. Mit einer Abwehr, in der keiner älter als 21 war und in der die Innenverteidiger 18 und 19 Jahre alt sind.

Nach der Partie freuten sich die Spieler und der Trainer unisono über eine starke Mannschaftsleistung, die dazu geführt hat, dass man endlich ohne Gegentreffer blieb. „Wir haben alles in die Wagschale geworfen und waren am Ende stehend K.o. Wir haben super gegen den Ball gearbeitet. Die Null hat gestanden, das war uns sehr wichtig. Das war eine super Teamleistung“, lobte Timo Werner seine Kollegen.

RB Leipzig sichert lieber das 1:0 als für das 2:0 ins Risiko zu gehen

„Wir hatten in ein paar Situationen heute auch Glück“, meint derweil Keeper Peter Gulacsi. „Das gehört aber auch dazu. Wir haben hart gearbeitet und gut verteidigt. Schon gegen Zenit waren wir nah dran, zu null zu spielen. Heute hat es geklappt. Das war auch wichtig für die Entwicklung der Mannschaft, dass wir spüren, dass wir das können.“ Lediglich in der zweiten Halbzeit habe man eine Phase gehabt, in der man zu passiv aufgetreten und nicht konsequent genug in der Rückwärtsbewegung gewesen sei.

Trainer Ralph Hasenhüttl sah die zweite Halbzeit als Teil eines Reifeprozesses. Nachdem man kein 2:0 schießen konnte, kam „irgendwann der Moment, von dem ab du Sicherheit walten lässt“, um das 1:0 abzusichern und nicht das 1:1 zu riskieren. Deswegen habe er mit Kevin Kampl für Jean-Kevin Augustin in der 70. Minute auch defensiv gewechselt. „Wir haben erstmals kein Gegentor kassiert international. Das ist nicht ganz unwichtig in dem Wettbewerb.“

Gute Ausgangssituation um im Hexenkessel von Marseille zu bestehen

„Das ist ein gutes Ergebnis, aber erst der halbe Weg“, meinte Hasenhüttl zu den Aussichten für das Rückspiel. Auch Peter Gulacsi sieht „eine gute, aber keine überragende Ausgangssituation“ für die Partie in Marseille. „Wir fahren mit einem guten Ergebnis nach Marseille, wissen aber auch, dass es noch mal richtig hart wird“, ergänzt wiederum Hasenhüttl.

Dabei wird RB Leipzig im auf fast 70.000 Zuschauer ausgebauten Stade Vélodrome auch gegen heißblütige Olympique-Fans anspielen. „Die Stimmung in Marseille wird gewaltig sein“, glaubt Diego Demme. „Das wird aber keine Ausrede für uns. Wir sind international jetzt schon ein bisschen dabei und sind auf alles vorbereitet“, verweist er unter anderem auf die Erlebnisse beim Spiel bei Besiktas Istanbul, als die Mannschaft vor allem in den ersten 20 Minuten von der Atmosphäre überrascht und beeindruckt schien.


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