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Hasenhüttl zu neuem Vertrag: „Der Verein ist am Zug!“

Ralph Hasenhüttl, Cheftrainer von RB Leipzig, hat vor dem Spiel gegen Bayer Leverkusen noch einmal Stellung zu den Verhandlungen über einen neuen Vertrag bezogen. Er hat dabei erstmals in aller Deutlichkeit erklärt, er würde gern über 2019 hinaus bleiben. Heißt: „Jetzt ist der Verein am Zug, mir ein Angebot zu unterbreiten.“

Die Klarheit in der Aussage ist neu. Noch am Donnerstag nach dem Europa-League-Spiel gegen Olympique Marseille hatte der Österreicher die Causa wieder aufgemacht, nachdem sie eigentlich für den Moment geschlossen schien. Er sagte auf die Frage, was denn nun sei mit seinem Arbeitspapier: „Ich habe mir abgewöhnt, zu sagen, was wann sein wird. Im Fußball kann alles passieren.“

Kein Job in München oder Dortmund

In München, Dortmund, wo man einen neuen Trainer sucht und Hasenhüttl zu den Kandidaten zählte, konnte man das als Bereitschaft lesen, dass der 50-Jährige nicht abgeneigt wäre, die jeweiligen Jobs zu übernehmen. Das dürfte jetzt vom Tisch sein. Hasenhüttl sagte, dass er im Winter Zeit gebraucht habe, seine und die Situation der Mannschaft in Bezug auf die für viele erstmalige Mehrfachbelastung durch Spiele im Europapokal zu bewerten.

„Ich habe im Dezember in dem ersten Gespräch mit der Vereinsführung defintiv noch nicht gewusst, wie und in welcher Richtung es weitergehen soll hier. Mir selbst war es wichtig zu sehen, wie sich die Mannschaft weiter entwickelt. Ob man in der Lage ist, mit meiner und der Arbeit des Trainerteams, den Kader dorthin zu bekommen, auch mit diesen jungen Spielern auf internationalem Niveau mitzuhalten.“

„Wir sind jetzt alle schlauer“

Das aber habe sich in den vergangenen Wochen geändert. RB ist im Viertelfinale der Europa League, das Halbfinale ist nach dem Heimspiel-1:0 gegen OM möglich, und in der Liga sind die Sachsen auf Tuchfühlung mit den Champions-League-Plätzen. „Drei Monate später sind wir alle, ich auch, eine große Erkenntnis weiter, dass es sehr wohl möglich ist. Deswegen war es wichtig, mir diese Zeit zu nehmen. Deswegen war es die absolut richtige Entscheidung, damals zu sagen, lasst uns erstmal gucken, in welche Richtung es geht“, so Hasenhüttl.

Heute wisse er, „dass mit der Mannschaft sehr wohl vieles möglich ist, dass es möglich ist, mit diesen jungen Spielern auf dem internationalen Weg mitzuhalten.“ Sprich: Es kann weitergehen. „Das habe ich in dem letzten Gespräch mit dem Verein ganz klar so artikuliert. dass ich mir diesen Weg in Zukunft vorstellen kann und dass ich mir vorstellen kann, meinen Vertrag hier zu verlängern.“

Hasenhüttl bleibt!

Mit dieser eindeutigen Aussage liegt der Ball jetzt beim Verein. Hasenhüttl muss man nicht mehr fragen, ob er bleiben möchte. Seit Sonntag ist klar: Er will. „Ich sehe noch keine Limits für diese Mannschaft. Ich glaube, dass wir noch sehr viel mehr erreichen können. Jetzt ist der Verein am Zug, mir ein Angebot zu unterbreiten. Das ist bis jetzt noch nicht passiert. Aber ich habe meine Bereitschaft dahingehend signalisiert.“ Aller Voraussicht nach wird das aber bald passieren. Denn auch der Verein will. Zumindest für 2019. Chef Oliver Mintzlaff sagte im Doppelpass bei Sport1: „Ralph Hasenhüttl wird kommendes Jahr definitiv unser Trainer sein.“


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