Seite neu laden
-

Ralf Rangnick bleibt bei RB Leipzig bei seiner Einkaufsstrategie

Auch künftig wird RB Leipzig auf die bekannte Strategie setzten, vor allem junge Spieler zu verpflichten und diese zu entwickeln. Das erklärt Sportdirektor Ralf Rangnick der Sportbild (Print).

Ralf Rangnick sucht Junge Spieler auf Champions-League-Niveau

„Wir werden auch weiterhin nicht von unserem eingeschlagenen Weg abrücken, denn der hat uns ja auch dahin gebracht, wo wir jetzt sind. Wir suchen junge, hungrige und hoch talentierte Spieler, die bei uns im Idealfall ihren ersten oder zweiten Profi-Vertrag unterschreiben“, so Rangnick gegenüber dem Blatt.

Allerdings seien die Ansprüche an potenzielle Neuzugänge „aufgrund unserer rasanten sportlichen Entwicklung“ höher geworden „Unsere Ansprüche haben sich weiter nach oben verschoben, da wir nun Spieler suchen, die über Champions-League-Potenzial verfügen. Aber wir werden dennoch auch weiterhin unsere Leitplanken einhalten und finanziell keine verrückten Sachen machen.“

RB Leipzig zahlt nur selten Geld für ältere Spieler

Seit Ralf Rangnicks Amtsantritt bei RB Leipzig im Jahre 2012 gilt die Faustregel, dass man Spieler gegen Ablöse nur dann holt, wenn sie nicht älter als 23 Jahre sind. Von dieser Regel ist man in den vergangenen Jahren nur selten abgewichen.

Klare Abweichungen waren die Verpflichtungen von Marvin Compper und Kevin Kampl. Compper kam 2014 mit 29 Jahren vom AC Florenz. Kevin Kampl kam letzten Sommer mit 26 Jahren von Bayer Leverkusen. Beide Spieler hatten zuvor in Hoffenheim und Salzburg schon eine gemeinsame Vergangenheit mit Ralf Rangnick als Trainer oder als Sportdirektor.

RB Leipzig bisher bei 20-Millionen-Ablösen, 50 Millionen noch undenkbar

Die höchsten Ablösesummen zahlte RB Leipzig bisher für Naby Keita und Kevin Kampl. Keita kam für etwas über 20 Millionen von Red Bull Salzburg, wenn man die Beteiligung am Weiterverkauf nach Liverpool hinzurechnet (der ursprüngliche Betrag lag bei 15 Millionen Euro). Kevin Kampl kostete insgesamt um die 20 Millionen Euro.

Wenn man im Sommer ablösepflichtige Transfers tätigt, wird RB Leipzig zumindest in diesen Dimensionen denken müssen. Durch die Einnahmen aus dem Transfer von Naby Keita nach Liverpool hat man dabei aber auch einen gewissen Spielraum. Transfers in einer Dimension von 50 Millionen Euro hatte Ralf Rangnick kürzlich allerdings ausgeschlossen.