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Die Fans von Olympique Marseille sorgten für eine großartige Stimmung, von der sich die Spieler von RB Leipzig eventuell beeindrucken ließen. (Foto: Imago)

Die Fans von Olympique Marseille sorgten für eine großartige Stimmung, von der sich die Spieler von RB Leipzig eventuell beeindrucken ließen. (Foto: Imago)

RB Leipzig von Kulisse in Marseille beeindruckt?

Über 61.000 Zuschauer sorgten gestern beim Spiel zwischen Olympique Marseille und RB Leipzig für einen Hexenkessel. Lediglich das 0:1 sorgte kurzzeitig für Ruhe im Stade Velodrom. Doch nach zwei Toren für die Gastgeber bis zur neunten Minute kochte die Arena.

Neuer Europapokal-Rekord für Olympique Marseille

Schon vor dem Anpfiff hatte sich das Publikum von seiner besten Seite gezeigt. Mit großen Choreographien und Gesängen empfing man die beiden Mannschaften.

Die Zahl von über 61.000 Zuschauer bedeuteten einen neuen Rekord bei einem Europapokal-Auftritt von Olympique Marseille. Bisher stand der bei über 58.000 Zuschauern im Jahr 2004 in einem Spiel gegen Newcastle United. Damals fasste das Stade Velodrom aber auch noch nicht so viele Zuschauer wie jetzt. Zur EM 2016 wurde die Arena auf rund 67.000 Besucher ausgebaut.

Ralph Hasenhüttl: Mannschaft hat sich von Kulisse anstecken lassen

Vor dem Spiel hatten Spieler und Verantwortliche von RB Leipzig noch zurückgewiesen, dass das Publikum in Marseille einen Einfluss auf das Ergebnis haben werde. Ralph Hasenhüttl war sich sicher, dass man „keine Angst“ vor den heimischen Anhängern haben werde. Auch Ralf Rangnick glaubte, dass „das keinen Einfluss auf das Ergebnis haben wird“.

Nach der Partie war sich RB-Trainer Ralph Hasenhüttl diesbezüglich nicht mehr so sicher. Es sei „enttäuschend, dass wir uns von der Kulisse so anstecken lassen“, zeigte er sich überrascht. „Das hätte ich nicht gedacht. Ich dachte, da sind wir schon weiter“, verriet er, ohne Akteure zu nennen, die sich seiner Meinung nach von der Kulisse haben beeindrucken lassen.

Emil Forsberg sieht keinen Einfluss des Publikums auf RB Leipzig

Emil Forsberg war nach dem Spiel aber anderer Meinung als sein Trainer. „Die Atmosphäre hatte keinen Einfluss auf die Mannschaft“, erklärte er auf Nachfrage. „Man muss diese Stimmung lieben. Das ist Fußball“, nahm er das Umfeld des Spiels eher als motivierend war. Marcel Sabitzer hatte es vor der Partie ähnlich gesehen und fand, dass eine gute Atmosphäre „ein paar zusätzliche Prozente hervorholt. Wir freuen uns darauf und wollen auf Sieg spielen.“

Diskutiert wurde bereits nach dem Champions-League-Spiel bei Besiktas Istanbul über den Einfluss der Atmosphäre auf die Mannschaft. Damals hatte RB Leipzig vor allem in den ersten 20 Minuten angesichts eines ohrenbetäubenden Pfeifkonzerts beeindruckt gewirkt. Danach hatte man bei RB betont, dass diese Erfahrung nichts mehr toppen könne und dass Lautstärke als Ausrede für ein Ergebnis nun nicht mehr zähle.