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Hasenhüttl braucht neue Tugenden für Europa-League-Comeback

Dass RB Leipzig in der Europa League so weit kommt, hätten vor der Saison die wenigsten vermutet. Nach dem Aussscheiden gegen Olympqiue Marseille verriet Ralph Hasenhüttl auch, was er bei seiner Mannschaft vermisste. Und was die Spieler der kommenden Saison brauchen, um Teil seiner Mannschaft zu sein.

Verbannter Hasenhüttl sucht Fehler bei sich selbst

Die letzten Minuten in Marseille erlebte Ralph Hasenhüttl gar nicht mehr vom Spielfeldrand aus, denn der Trainer war auf die Tribüne verbannt worden. Über den Schiedsrichter wollte er am Freitagabend keine Worte mehr verlieren. „Nach einem 5:2 ist es nicht gut, wenn man andere Argumente sucht. Es sollte uns immer auszeichnen, dass wir die Fehler nur bei uns suchen.“

Hasenhüttl: „Wir brauchen andere Tugenden“

Auch beim vierten Gegentreffer, so Hasenhüttl, sei Ibrahima Konaté gehalten worden. Nur sei das nichts für eine Nachbetrachtung, stattdessen fordert er ein anderes Verhalten von seinen Spielern auf dem Rasen. „Das sind Dinge, da fehlt uns die Abgezocktheit. Wir reklamieren kaum in unserer jungen Mannschaft, da braucht man andere Tugenden, von denen wir nicht genug haben“, klagte der RB-Coach, der in der Kabine deutliche Worte fand.

Klare Ansage für die nächste Saison

Dennoch: „Die Mannschaft ist wie sie ist.“ Immer wieder hatten die Verantwortlichen schließlich betont, den Weg der Jugend mit allen Konsequenzen zu suchen. Zumal RB es auch so schaffte, „auswärts klar und souverän aufzutreten. Augenscheinlich international eher in Stadien, wo nicht so viel Stimmung ist.“ Und weil man diese Spiele nicht simulieren kann, führt der Weg nur über die bittere Erfahrung. Der Lerneffekt gilt nicht nur für seine Spieler: „Es ist aufschlussreich, mit welchen Spieler man in Zukunft vor solcher Kulisse planen kann und mit welchen vielleicht nicht“, erging eine klare Ansage an die Profis, sich in Zukunft konstant zu wehren.

RB will wieder mit Polizeieskorte durch die Hafenstadt

Denn alle wollen sie wieder spüren, die Doppelbelastung. Ob in der Champions League, von der Leipzig vor dem Spiel gegen Werder Bremen (Sonntag, 15. April ab 18 Uhr) fünf Punkte entfernt ist. Oder eben wieder in der Europa League. „Es hat schon Spaß gemacht, international am Donnerstagabend mit Polizeiteskorte durch eine Hafenstadt zu fahren. Es war für uns alle ein Highlight, wir haben es genossen. So sehr die Europa League mit kritischen Augen betrachtet wurde, von mir nie“, gab Hasenhüttl nochmal seine Sicht auf die letzten Wochen zum Besten.

Reaktion der Mannschaft gefordert

Aus den internationalen Rängen sind die Sachsen gerade rausgerutscht, punktgleich mit Hoffenheim und Frankfurt, dafür mit einem Spiel weniger auf dem Konto. Jetzt, wo man sich voll auf eine Aufgabe konzentrieren kann, soll es aber wieder klappen in der Bundesliga. „Wir haben mehr Zeit, uns auf die letzten Aufgaben vorbzubereiten. Ich möchte, das man das in den letzten Spielen erkennt“, fordert der Österreicher. Schritt eins wäre ein Sieg in Bremen, dann steht man nämlich wieder zwei Punkte hinter Leverkusen auf dem fünften Platz.


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