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Hasenhüttl zum Remis: Erst „kein RB-Fußball”, dann „Genussspiel”

RB Leipzig hat beim 1:1 (0:1) bei Werder Bremen zwei komplett unterschiedliche Gesichter gezeigt. Trainer Ralph Hasenhüttl und die Spieler analysierten nach dem Spiel, warum das Team sich erst so passiv zeigte und dann in den zweiten 45 Minuten aufdrehte.

Insgesamt war Hasenhüttl nach zufrieden mit dem Remis. Nach dem Punktgewinn im dritten Spiel in sieben Tagen sagte der Österreicher bei Sky: „Unterm Strich ist der Punkt gerecht.”

Hasenhüttl zur ersten Hälfte: „Das war nicht RB-Fußball”

Zwar hatte RB in der zweiten Hälfte mehr vom Spiel. Doch die ersten 45 Minuten waren wohl die harmlosesten, die die Leipziger in dieser Saison ablieferten. „Der Plan war am Anfang ein defensiver”, sagte Hasenhüttl. „Es war klar, dass wir nicht 90 Minuten durchpowern können.” Verständlich nach den neun Gegentoren in zwei Spielen zuvor. Aber dass RB so passiv agiert, war nicht geplant. „Das wollten wir so eigentlich nicht spielen, das ist nicht unser Ding, das hat man gemerkt. Das war nicht RB-Fußball. Das können wir einfach nicht, so passiv sein”, sagte der Trainer.

https://twitter.com/DieRotenBullen/status/985593820212494336

Kevin Kampl ergänzte: „Wir haben versucht, defensiv zu stehen und aus der Tiefe zu verteidigen. Da hatten wir unsere Probleme, haben keinen Zugriff bekommen. Der Gegner konnte sich oft vor unserer letzten Linie drehen. Da hätten wir engeren Kontakt suchen müssen, dann wären die Torschüsse auch nicht zustande gekommen.”

Kampl: „Hätten auch gewinnen können”

In der zweiten Hälfte war die Ansage, „voll draufzugehen, unser Spiel durchzuziehen, wie wir es normalerweise machen. Das haben wir dann gemacht, und deswegen sah das auch viel besser aus“, so Kampl. „Wir hätten das Ding in der zweiten Hälfte auch gewinnen können. Aber Bremen hat auch noch ein, zwei Torchancen. Deswegen geht das in Ordnung.”

Auch Kapitän Willi Orban betonte die Leistungssteigerung – wichtig für die Moral des Teams. „Die erste Hälfte war nicht gut, wir haben das in der Pause angesprochen und dann haben wir eine schöne Reaktion gezeigt und uns den Punkt verdient. Wir können damit zufrieden sein, unsere Automatismen haben wieder gegriffen.”

Matchwinner Ademola Lookman „enorm wichtig”

Matchwinner Ademola Lookman hätte eigentlich schon von Anfang an spielen sollen, doch Hasenhüttl wollte sein Team nicht erneut ins offene Messer rennen lassen. So sorgte der Brite in Hälfte zwei für Belebung, nicht nur seines Tores wegen. Als „enorm wichtig” stufte der Chefcoach die Leistung des Youngsters ein.

Bilanzierend bewertete Hasenhüttl auch aufgrund der spannenden Schlussphase: „In der zweiten Halbzeit war es für die Zuschauer ein Genussspiel.” Zumindest wenn man als Maßstab die ersten 45 Minuten anlegt, stimmte das.


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