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Ademola Lookman bester Spieler bei RB Leipzig: „Ich wollte unbedingt das Tor machen“

Zwei verlorene Punkte oder ein gewonnener Punkt? Nach dem 1:1 zwischen Werder Bremen und RB Leipzig können sich beide Teams diese Frage stellen. Jede Mannschaft hatte in dem Spiel Phasen, in denen sie die Partie auf ihre Seite hätte ziehen können.

Gerechtes Remis oder Gastgeber, die näher am Sieg waren?

Ralph Hasenhüttl sah deshalb ein „gerechtes“ Remis. Werder-Coach Florian Kohfeldt wollte das nicht unterschreiben und war der Ansicht, dass sein Team „den Sieg einen Tick mehr verdient gehabt hätte“. Dabei verwies er auf die größere Zahl an Chancen, die sich seine Mannschaft herausspielte.

Für Kohfeldt war es trotz Unentschieden ein rekordträchtiges Spiel. Denn wie der Kicker (Print) vermeldet, ist er der erste Werder-Coach, der in seine Amtszeit mit zehn Heimspielen ohne Niederlage startete.

RB Leipzig mit schlechter Bilanz nach Europapokal-Abenden

Für RB Leipzig war das Spiel dagegen ein weiteres, das man nach einem Europapokal-Spiel nicht gewinnen konnte. Sammelte man in der Hinrunde nach den ersten fünf Champions-League-Spielen noch vier Siege und ein Unentschieden ein, sind es seitdem nach sieben Spielen in Champions und Europa League nur noch ein Sieg (gegen die Bayern), drei Unentschieden und drei Niederlagen in den darauffolgenden Bundesliga-Partien gewesen, wie der Kicker vorrechnet.

Im Spiel in Bremen reagierte man auf die Belastungen aus dem Marseille-Spiel in der ersten Halbzeit mit einer defensiven, kraftsparenden Herangehensweise. In der zweiten Halbzeit stellte man dann aber wieder auf Offensive und zeitigeres Anlaufen um.

Ademola Lookman: „Ich wollte unbedingt eingewechselt werden und das Tor machen!“

Damit hatte man nach 50 Minuten bereits Erfolg, als Ademola Lookman das 1:1 erzielte. Es war das zweite Tor des Leihspielers vom FC Everton als Joker. Mit seinem ersten Tor sicherte er den Sieg in Mönchengladbach. Mit seinem zweiten Tor im siebten Spiel sicherte er nun den Punkt in Bremen. Dabei überzeugte er neben seinem Tor vor allem mit guten Dribblings.

„Ich wollte unbedingt eingewechselt werden und das Tor machen!“, erklärte Lookman nach dem Spiel. Nach der Halbzeitpause hatte Hasenhüttl ihn für Kaiser gebracht und ein glückliches Händchen bewiesen. Trotz Ärger, dass es nicht für einen Sieg in Bremen reichte, „liegt der Fokus nun auf den letzten vier Spielen. Das Ziel ist, aus den Partien bestenfalls jeweils drei Punkte mitnehmen, indem wir als Team auftreten und Chancen kreieren.“

Lookman der Beste bei RB Leipzig, Bargfrede bei Werder Bremen

Für den Kicker war Lookman der beste RB-Spieler auf dem Platz. Neben dem Engländer hatte das Fachmagazin auch Peter Gulacsi als überdurchschnittlich gut gesehen. Der Ungar hielt seine Mannschaft vor der Pause mit einigen Paraden in der Partie und rettet kurz vor Schluss auch noch mal gegen Belfodil.

Mann des Spiels war für den Kicker aber nicht Ademola Lookman sondern Philipp Bargfrede. „Taktisch variabel und stark im Zweikampf – Bremens Philipp Bargfrede überzeugte vor der Pause in der Dreierkette und danach im defensiven Mittelfeld“, so das Urteil. Auch Torschütze Niklas Moisander und Torwart Jiri Pavlenka, der kurz vor Schluss gegen Timo Werner rettete, verdienten sich besonders gute Noten.