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Hasenhüttl über Nagelsmann: „Ich bin ein Bewunderer seiner Arbeit“

Ralph Hasenhüttl (RB Leipzig) und Julian Nagelsmann (TSG Hoffenheim) verstehen sich gut. Foto: imago

Ralph Hasenhüttl (RB Leipzig) und Julian Nagelsmann (TSG Hoffenheim) verstehen sich gut. Foto: imago

RB Leipzig muss schon wieder gegen einen direkten Konkurrenten um die Champions-League-Ränge ran. Und Ralph Hasenhüttl weiß genau, wie schwer es gegen die Mannschaft von Julian Nagelsmann wird, zu dem er einen engen Austausch pflegt.

Sieg ist Pflicht für RB Leipzig

Den letzten Punkt gegen Werder Bremen nahm der RB-Coach noch gerne mit nach Leipzig, hob vor allem die gute zweite Halbzeit seiner Mannschaft hervor. Und weiß zugleich nach einer kompletten Trainingswoche: Es geht wieder aufwärts in Sachen Biss und Spielkultur. Das muss es auch, denn mit vier Siegen aus vier Spielen ist die Marschroute klar. „Es ist klar, dass ein Punkt nicht reicht. Wir müssen zuhause einen Dreier schaffen, sonst wird es schwer, etwas aufzuholen“, so Hasenhüttl am Donnerstag.

Böse Erinnerungen an die höchste Niederlage der Saison

Zur TSG Hoffenheim sieht er eine deutliche Parallele. „Sie sind eine Mannschaft, die in der Hinrunde ein ähnliches Schicksal hatte, wie wir. Die hohe Belastung, das erste Mal international zu spielen. Aber Hoffenheim ist wieder stabil geworden, sie können seit Wochen trainieren, das merkt man ihrem Spiel an. Sie haben auch die Philosophie eine Spur weit geändert, das gefährliche Umschaltspiel noch mehr forciert, genau wie sie gegen uns erfolgreich waren.“ Denn das Spiel gegen RB Leipzig war eine Sternstunde der Nagelsmann-Elf. „Wir haben es in der Liga etwas besser gemacht, aber dann in Hoffenheim das schlechteste Auswärtsspiel der Saison gezeigt“, erinnert sich Hasenhüttl an die 0:4-Klatsche. Die zu hoch ausfiel, aber nicht unverdient. Und aus der er seine Lehren gezogen habe.

Hasenhüttl kann wieder richtig trainieren

Nach dem Aussscheiden aus der Europa League sind die Vorzeichen wieder ausgeglichen, auch RB hat wieder Zeit für „echtes Training“. So langsam kann also auch der Trainer wieder an Varianten arbeiten, Abläufe einschleifen. Hasenhüttl gab am Donnerstag die Richtung vor: „Wenn wir dominant sind und den Ball haben, brauchen wir eine bessere Konterabsicherung. Wir müssen das Umschaltspiel im Keim ersticken.“ Denn von der starken Defensive des Vorjahres ist in dieser Saison manchmal wenig zu sehen gewesen. „Wir haben es auf verschiedenen Arten versucht in der Rückrunde. Wir waren nicht immer offen wie in Scheunentor, aber haben mehr zugelassen, als vor einem Jahr.“

Hasenhüttl über Nagelsmann: „Ich bin ein Bewunderer seiner Arbeit“

In diesem Zeitraum hat RB Leipzig aber auch viel erreicht. Man spielt im zweiten Bundesligajahr erneut um das internationale Geschäft und hat dort in zwei Wettbewerben eine gute Visitenkarte hinterlassen. Und vor allem haben Hasenhüttl und seine Mannschaft viel gelernt. „Wir können wohl beide sagen, dass wir nun viele Dinge etwas anders sehen und dieses lehrreiche Jahr sehr wichtig war“, weiß Hasenhüttl auch über sein Gegenüber am kommenden Samstag zu berichten. Denn zu Julian Nagelsmann hat der Österreicher ein besonders gutes Verhältnis. „Wir haben ab und an privaten Austausch, sind oft in Kontakt. Ich bin ein Bewunderer seiner Arbeit, wir schätzen uns sehr. Es freut mich, dass sie wieder in die Spur gefunden haben.“ Wenn es nach RB geht, kann Hoffenheim diese am Samstagnachmittag aber gerne wieder verlassen.