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Geringerer Handlungsspielraum für RB Leipzig bei Europapokal-Aus

Nach der Niederlage gegen die TSG 1899 Hoffenheim kann sich RB Leipzig aus eigener Kraft nur noch für die Europa League qualifizieren. Hier droht allerdings der Gang in die Qualifikationsrunden ab Ende Juli, bevor man dann in die Gruppenphase einziehen kann.

Ralf Rangnick sieht geringeren Handlungsspielraum

Ralf Rangnick befürchtet für seine Arbeit hinsichtlich Personalplanung nur geringe Konsequenzen, nachdem die Sachsen in der Bundesliga-Tabelle auf Rang sechs zurückgefallen sind. „Dass die Europa League oder die Nicht-Quali für die Europa League natürlich auch finanzielle Auswirkungen hat, ist klar. Es ändert grundsätzlich aber nichts daran, was wir vorhaben zu machen“, sagte der Schwabe.

Gleichzeitig betonte er aber auch: „Doch wenn es so käme, wäre der Handlungsspielraum eingeschränkt. Das geht jedem Verein in der Bundesliga so, außer Bayern München.“

RB Leipzig bangt um 40 Millionen Euro von der UEFA

Rund 40 Millionen Euro hat RB Leipzig in der abgelaufenen Spielzeit allein durch TV-Gelder und leistungsbezogene Prämien von der UEFA erhalten. Davon entfielen 35 Millionen Euro allein auf die Teilnahme an der Gruppenphase der Champions League.

Eine Qualifikation für die Europa League wäre mit erheblichen finanziellen Einbußen verbunden. Würde RB Leipzig wie in dieser Saison das Viertelfinale des Wettbewerbs erreichen, könnte man mit etwas mehr als 10 Millionen Euro rechnen. Abhängig ist das aber auch von der Anzahl der Siege im Wettbewerb.

Naby Keita wird billiger

Neben den geringeren Einnahmen aus der UEFA-Vermarktung der europäischen Wettbewerbe muss RB Leipzig mit schlechteren Tabellenplatzierungen auch noch eine weitere finanzielle Einbuße hinnehmen. Denn die Ablöse von Naby Keita ist an den sportlichen Erfolg von RB gekoppelt.

Nur wenn Leipzig in die Champions League eingezogen wäre, hätte man für Naby Keita vom FC Liverpool 75 Millionen Euro kassiert. Bei Qualifikation für die Europa League würde die Summe auf rund 70 Millionen Euro fallen. Rutscht RB Leipzig ganz aus den europäischen Wettbewerben, gäbe es nur noch 65 Millionen Euro.

Spieler von RB Leipzig verlieren Einnahmen

Rund 50 Millionen Euro würden RB Leipzig also allein aus Keita-Transfer und UEFA-Geldern fehlen, wenn man keinen europäischen Wettbewerb erreicht. Sehr viel Geld, was sich natürlich auch negativ auf die Kaderplanung und Vertragsverhandlungen auswirkt.

Einschränken müssten sich auch die RB-Spieler, wenn man nicht europäisch spielt. Oliver Mintzlaff hatte in der Vergangenheit betont, dass die Gehälter der Akteure abhängig davon sind, in welchen Wettbewerben man antritt.

(mit DPA)


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