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Saison-Aus für Emil Forsberg – Abschiedstweet oder ironischer Kommentar?

Strittige Szene: Florian Grillitsch hält Emil Forsberg (Foto: imago).

Abschied mit Platzverweis? Gegenspieler Florian Grillitsch hält Emil Forsberg (Foto: imago).

Emil Forsberg wird nach der roten Karte gegen Hoffenheim vom DFB-Sportgericht für drei Spiele gesperrt. Damit bestätigte der DFB entsprechende Berichte der BILD vom Montag. Das ist gleichbedeutend mit dem Saison-Aus für den Schweden. Der Spielmacher reagierte bereits gestern mit einem kryptischen Tweet auf die mögliche Sperre, der einen Abschied aus Leipzig nahe legt. Aus dem Verein heißt es, das sei eine falsche Interpretation.

Verlässt Emil Forsberg Leipzig vor der WM?

Forsberg twitterte nur drei Worte, die nach Abschied klingen: „Thanks for everything.” Danke für alles.

In kürzester Zeit gab es Hunderte Nachfragen, was denn der Eintrag zu bedeuten habe. Doch Forsberg antwortete bislang nicht. Seltsam: Erst löschte der 26-Jährige den Eintrag wieder, um ihn wenige Minuten später erneut zu veröffentlichen.

RB ohne Forsberg – Für drei Spiele oder auf Dauer?

Eine mögliche Erklärung: Forsbergs Kommentar bezog sich auf das DFB-Sportgericht, das dem RB-Star nun drei Spiele Sperre aufbrummte. Nachdem bereits der Platzverweis diskussionswürdig war, eine sehr hohe Strafe. „Bislang ist kein Urteil des DFB-Sportgerichts gegen Emil Forsberg ergangen“, hatte der Verein noch am Montagabend auf Nachfrage von RBlive mitgeteilt. Am Dienstagmittag bestätigte man das Urteil und erklärte, dagegen nicht in Berufung zu gehen.

Forsbergs Tweet könnte auch dafür sprechen, dass er Leipzig verlässt und die Partie gegen Hoffenheim seine letzte im Dress von RBL war. Bereits im vergangenen Sommer wollte der „Zehner” RB verlassen. Der Klub ging auf Anfrage nicht auf die Spekulationen ein. Der Kicker berichtete an diesem Montag, dass Forsberg „nicht mehr unverkäuflich“ sei.

Ironischer Kommentar auf die DFB-Sperre?

Der Verein interpretiert Forsbergs Tweet jedoch nicht als Abschiedsworte, sondern als bitteren, ironischen Kommentar auf die drohende Sperre in Richtung DFB. Er fühle sich ungerecht behandelt und sei verärgert, heißt es. Warum Forsberg das Missverständnis dann nicht einfach klarstellt, ist nicht bekannt.

Gegen einen Wechsel spricht neben seinem bis 2022 datierten Vertrag ohne Ausstiegsklausel: In den vergangenen Wochen hatte sich Forsberg wieder deutlich häufiger gegenüber Journalisten geäußert als in der Hinrunde, auch in der Außendarstellung Verantwortung übernommen und dabei eine hohe Identifikation mit dem Klub gezeigt und sich dabei über die Zukunft von Rasenballsport Gedanken gemacht.