Seite neu laden
-

RB-Chefs mit Vertrauen in Ralph Hasenhüttl? – Platz 6 als Erfolg

Ralph Hasenhüttl will weiterhin nicht über seine Zukunft als Trainer bei RB Leipzig spekulieren. „Ich habe es mir abgewöhnt, immer langfristig vorauszudenken und Dinge zu kommentieren, die in der Zukunft liegen. Dennoch: Ich muss mich nicht kleiner machen, als ich bin. Ich weiß genau, was ich hier als Trainer mit der Mannschaft geleistet habe“, gibt er sich im Interview mit Sportbild (Print) selbstbewusst.

Ralph Hasenhüttl kriegt „auf den Hintern“ und spürt trotzdem Vertrauen

Trotz der Gegentor-Flut in den letzten Woche spürt Hasenhüttl bei RB Leipzig das „absolute Vertrauen“. Dass man nun eine schlechtere Phase habe, sei eine Erfahrung, die die RB-Verantwortlichen dem Team grundsätzlich zugestehen. Für den Trainer sei es das erste Mal in seiner Karriere, dass er „vier Spiele nur auf den Hintern“ bekommt. „Ich kann nicht behaupten, dass ich gerade dankbar dafür bin, aber ich empfinde es als wichtig, diese Erfahrung zu machen.“

In den letzten beiden Spielen habe RB Leipzig noch mal die Chance, „aus einer guten Saison eine sehr gute zu machen. Wenn wir als Bundesliga-Sechster und Viertelfinalist der Europa League über die Ziellinie gehen, dann unterschreibe ich das ohne Umschweife als vollen Erfolg.“ Dass eine Mannschaft nach ihrem Debüt in Europa erneut in den Europapokal eingezogen ist, sei schon viele Jahre her.

Ralph Hasenhüttl will für zwei Jahre, nicht für zwei Monate bewertet werden

Man werde nach dieser Saison genauso den Verlauf und das Auftreten analysieren und Schlüsse ziehen, wie man das letzte Saison nach Platz 2 getan habe. Damals war man sich schon „einig, dass wir genau die Probleme bekommen werden, die jetzt da sind. Jetzt, wo es soweit ist, mag es menschlich sein, dass man es nicht wahrhaben will.“

„Ich definiere meine Arbeit nicht über die vergangenen zwei Monate“, will Ralph Hasenhüttl nicht nur auf die jüngsten Misserfolge blicken. „Ich bewerte, was wir in den zwei Jahren aufgebaut haben, seitdem ich hier hergekommen bin. Es kann ja jeder selbst beurteilen, ob es gute oder schlechte Arbeit ist, wie sich die Werte der Spieler verändert haben oder welchen Stellenwert der Verein inzwischen innehat, nachdem wir 2016 als Aufsteiger begonnen hatten.“

Bayern München spielte für Ralph Hasenhüttl keine Rolle

Dass Ralph Hasenhüttl in der Winterpause nicht auf das Verlängerungsangebot von Ralf Rangnick eingegangen ist, verteidigt der RB-Trainer erneut. „Ich wollte eben feststellen, wie ich als Trainer die Saison über die Bühne bringe – mit Höhen und Tiefen. Wenn ich im Winter die Vertragsgespräche eingegangen wäre, hätte das nichts an der mentalen und körperlichen Situation meiner Jungs geändert.“

Sich die Tür für die Bayern offen zu halten, habe beim Zögern in Bezug auf die Vertragsverlängerung keine Rolle gespielt. „Ich habe bis 2019 Vertrag in Leipzig und keine Ausstiegsklausel. Warum hätte ich mir eine Tür offenhalten können, indem ich nicht verlängere?“ Hasenhüttl würde nur als „1-A-Lösung“ zu einem Verein wie den Bayern gehen. „Die bin ich vollkommen zu Recht noch nicht.“

Ralph Hasenhüttl bei RB Leipzig weiter fest im Sattel?

„Ich habe zuletzt immer wieder gesagt, dass ich mir sehr gut vorstellen kann, noch längerfristig hier zu bleiben. Aber am Ende liegt das in der Hand des Klubs“, sagt Hasenhüttl mit Blick auf seine Vertragsverlängerung bei RB Leipzig. Nach der Saison werden die diesbezüglichen Gespräche wieder aufgenommen.

Entgegen anderer Gerüchte glaubt die LVZ (Print), dass Ralph Hasenhüttl auch für die kommende Saison gute Karten hat, auf der Trainerbank von RB Leipzig zu sitzen. Der Übungsleiter habe am Montag Mannschaft und Führungsstab auf die letzten beiden Spiele eingeschworen. Dadurch habe er die Überzeugung wachsen lassen, dass RB „mit und dank Hasenhüttl auch 2018/2019 Europa bereisen“ werde.