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Ralph Hasenhüttl: „VfL Wolfsburg kämpft ums Überleben“

Drei Punkte müssen in der Messestadt bleiben, wenn der VfL Wolfsburg bei RB Leipzig antritt. Ansonsten wird die Mannschaft von Ralph Hasenhüttl wohl zum ersten Mal seit dem fünften Spieltag aus dem oberen Tabellendrittel rutschen.

Labbadia fordert mehr Risiko gegen Leipzig

Das soll mit aller Macht verhindert werden, auch wenn sogar Platz sieben am Ende noch für das internationale Geschäft in der Europa League reichen kann. Dazu muss man den VfL Wolfsburg schlagen, der wie Mainz 05 vor einer Woche extrem unter Druck steht. Bruno Labbadia steht nach der Pleite gegen den Hamburger SV wieder in der Kritik, denn der letzte Sieg gegen Freiburg ist bereits vier Spiele her und aus den letzten zwölf Spielen holte die Mannschaft gerade mal sieben Punkte. „Mehr Risiko“ forderte er jetzt, denn sein Team ist das harmloseste der Bundesliga.

Zwei Endspiele für Hasenhüttl und Labbadia

Ralph Hasenhüttl ist gewarnt, auch wenn der Motor bei Labbadia zwischendurch stotterte. „Durch den Trainerwechsel wurde nochmal versucht, Akzente zu setzen. Das ist ihnen nur phasenweise gelungen. Sie haben gegen Freiburg gewonnen, jetzt aber ein wichtiges Spiel gegen den HSV verloren.“ Deswegen steht der Gegner mit dem Rücken zur Wand, wir in der Vorwoche. „Es sind auch für sie noch zwei Spiele, den direkten Abstieg zu verhindern. Sie werden alles reinpacken nach dem kurzen Trainingslager“, zieht der RB-Coach eine Parallele zur eigenen Situation.

Schießbude RB Leipzig gegen harmlose Wölfe

Dabei wird dem VfL Wolfsburg entgegen kommen, dass sich RB Leipzig zur Schießbude der Liga gewandelt hat. Achtzehn Tore kassierten die Sachsen in den letzten fünf Spielen. Etwas, an dem Ralph Hasenhüttl in der Trainingswoche besonders arbeitete. Vor allem konnte er sich wieder den Basics widmen, Abläufe schulen, um stabiler zu stehen. „Wir wissen nicht genau, mit welcher Taktik sie es angehen. Aber wir müssen sowieso auf uns schauen, was wir auf den Platz bekommen.“ Dabei könnte ihm der genesene Konrad Laimer helfen. Bevor der sich verletzte, schlug man Hannover und Bayern, zog gegen Zenit ins Viertelfinale der Europa League ein.

Hasenhüttl will gegen Wolfsburg „den Willen brechen“

Das Hinspiel ergab ein 1:1-Unentschieden, bei dem RB am Ende sogar Glück hatte, dass der VfL Wolfsburg nicht kurz vor Schluss durch Origi zum Sieg traf. „Wir haben 45 Minuten auf ein Tor gespielt, aber zum Schluss sind wir unter Druck geraten. Das ist ihnen immer zuzutrauen. Deswegen ist es umso wichtiger, den Willen beim Gegner zu brechen“, erinnert sich Hasenhüttl. Es war eine ähnlich schlechte Phase der Mannschaft, in der man immer wieder durch gegnerische Standards Punkte ließ. Und die bis zur Winterpause anhielt, denn auch das anschließende Heimspiel gegen Hertha BSC Berlin ging verloren. Im Saisonendspurt muss das Ruder herumgerissen werden, denn Frankfurt, Stuttgart und Mönchengladbach lauern bereits.