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RB Leipzig will Déjà-vu-Erlebnis – Hertha BSC kämpft mit Negativimage

Noch ein Déjà-vu-Erlebnis bei Hertha BSC wie im Mai 2017 und die Saison ist für RB Leipzig gerettet. Vor einem Jahr gewann RB mit 4:1 in Berlin und zog in die Champions League ein. Diese Saison würde man sich mit einem Sieg zumindest für die Europa League qualifizieren. Theoretisch ist sogar noch die erneute Qualifikation für die Champions League möglich.

Für Timo Werner wäre die Europa League das Optimum

Timo Werner bleibt vor dem letzten Spieltag aber realistisch. „Die Euro-League wäre das Optimum, wir haben letzte Woche in Mainz die Champions League verspielt, so ehrlich müssen wir sein. Da war das Thema abgehakt“, sagte der Nationalstürmer am Sonntagmorgen bei Sky.

Dabei geht Werner davon aus, dass auch kommende Saison Ralph Hasenhüttl bei RB Leipzig an der Seitenlinie stehen wird. „Aus der Mannschaft war noch nie zu hören, dass wir nicht gerne mit ihm weiterarbeiten würden, von Mannschaftsseite ist gar nichts anderes geplant. Es wird wird sicherlich zeitnah eine Entscheidung fallen, ich gehe davon aus, dass er auch nächstes Jahr unser Trainer bleiben wird.“

RB Leipzig will offene Rechnung begleichen

Im Vorjahr stand RB mit Ralph Hasenhüttl in Berlin ebenfalls unter Druck und schaffte ein 4:1 im Olympiastadion. „Damals konnten wir die Champions League, nun die Europa League verlieren. Aber wir sind guter Dinge, dass wir gewinnen. Wir haben damals auch bis zum Schluss Nervenstärke gezeigt“, sagt Timo Werner nun.

Torhüter Peter Gulacsi warnte: „Es wird ein anderes Spiel, wir haben noch eine Rechnung mit Hertha offen. Es war vor der Winterpause kein gutes Spiel von uns.“ Gemeint war die 2:3-Heimniederlage von RB Leipzig gegen Hertha.

Davie Selke trifft bei Hertha BSC inzwischen wie am Fließband

Damals schoss Davie Selke zwei Tore in seinem ersten Spiel gegen seinen Ex-Klub. Zehn Tore sind es in der Bundesliga in dieser Saison inzwischen in 26 Einsätzen. In den letzten vier Spielen traf er jedesmal und erzielte insgesamt fünf Treffer.

Zwei schwache Auftritte gegen Augsburg und in Hannover mit nur einem Punkt haben aber die letzten Träume von der Europa League in Berlin platzen lassen. „Wir müssen die Konsequenzen aus dieser Saison ziehen», erklärte Trainer Pal Dardai nach dem 1:3 bei Hannover 96. „Vielleicht müssen wir mehr mit einem Mentaltrainer arbeiten, vielleicht brauchen wir mehr Lockerheit, vielleicht muss ich noch lockerer werden.“

Pal Dardai sieht keine schlechte Hertha-Saison, sondern stabilen Fußballverein

Als vergebene Möglichkeit auf eine erneute Europapokal-Teilnahme wollte Dardai die Saison allerdings keinesfalls werten. „Das ist der größte Quatsch, wir hatten sie nie in der Hand“, sagte er am Sonntag. Mit Blick auf entsprechende Überschriften fügte er hinzu: „Ich verstehe eine solche Diskussion nicht, das ist Manipulation.“

Zutreffend ist seine Analyse, dass die Berliner bis auf den ersten Spieltag nie unter den Top-Sieben der Liga standen und nie in ernsthafte Abstiegsgefahr gerieten. Im Saisonfinale bot sich allerdings aufgrund Patzern der Konkurrenz mehrfach die große Chance, doch noch in den Kampf um die internationalen Ränge einzugreifen. „Die Enttäuschung, nicht in Europa dabei zu sein, hält sich in Grenzen“, sagte Fabian Lustenberger.

Hertha BSC hatte einen Platz unter den besten Zehn als Saisonziel ausgegeben. Er spüre dennoch kein „Graue-Maus-Image“, betonte Dardai auf eine entsprechende Frage. „Das ist ein Image, das die Berliner Zuschauer und Journalisten aufgebaut haben. Wir sind ein richtig guter, stabiler Fußballverein.“

(RBlive | DPA)