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Leipzig in der Europa League: Alles hängt vom Pokalfinale ab

Trotz Rang sechs kann RB Leipzig noch nicht sicher für die Europa League planen. Alles hängt vom Ausgang des Pokalfinales zwischen dem FC Bayern und Eintracht Frankfurt ab.

Mit dem 6:2 (3:1) gegen Hertha Berlin hat RB Leipzig den sechsten Tabellenrang gefestigt, der zur Teilnahme an der Europa League berechtigt. Die Frage ist nur, für welche Phase: für zwei Qualifikationsrunden plus Playoffs oder den unmittelbaren Einstieg in die Gruppenphase?

Alles hängt am Pokalfinale

Zwischen beiden Möglichkeiten entscheidet das Pokalfinale zwischen dem FC Bayern und Eintracht Frankfurt. Gewinnen die Bayern, ist auch der Tabellensiebte für den kleinen Uefa-Wettbewerb qualifiziert, also der VfB Stuttgart. Der müsste dann in die Qualifikationsrunden, Leipzig und Leverkusen wären direkt qualifiziert. Gewinnt Frankfurt, geht der dritte Europa-League-Platz an die Hessen und der Tabellensechste müsste sich erst noch das Ticket für die Gruppenphase erspielen.

In diesem Fall warten auf die Sachsen sechs Vorsaisonspiele und ein früherer Start in die Vorbereitung. Die Partien der 2. Qualifikationsrunde finden am 26. Juli und 2. August statt, die der dritten Runde am 9. und 16. August, die Playoffs am 23. und 30. August. RB würde demnach spätestens Mitte Juli mit dem Saisoneinstieg beginnen.

Planspiele mit zwei Möglichkeiten

Am Termin für das Trainingslager, das aller Voraussicht nach wieder in Seefeld stattfinden soll, würde das allerdings wohl nichts ändern. Nach Informationen von RBLive ist das Hotel in den Alpen ab Ende Juli gebucht. Qualifiziert sich RB hingegen direkt, steigen die Leipziger erst am 20. September in die Gruppenphase ein. Der Start der Vorbereitung, vermutlich in der letzten Juli-Woche, würde sich dann am Beginn der Bundesliga (24. bis 26. August) orientieren.

Für die Planungen der Sachsen ist die Lage deshalb alles andere als vorteilhaft. Bis kommenden Samstag kann der Verein weder die Sommertrainingspläne an die Spieler aushändigen, noch konkret mit mindestens sechs Gruppenspielen rechnen und danach seine Kaderplanungen ausrichten.

RB-Trainer Ralph Hasenhüttl sagte nach dem Spiel in Berlin: „Wir werden jetzt erstmal den Bayern die Daumen drücken und dann wissen wir mehr. Aber wir haben die Pläne für zwei Eventualitäten in der Schublade.“