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Warum Rangnick einen Kasten Bier aus der Kabine warf

Ralf Rangnick ist ein Asket und lebt das auch seinen Spielern vor. Das war bereits bei seiner allerersten Trainerstation bei Viktoria Backnang so, als der heutige Sportdirektor von RB Leipzig noch Spielertrainer war. Diese Rangnick-Anekdote ist ein bislang ungehobener Schatz.

Wenn Ralf Rangnick in Stimmung ist – das heißt: nicht gerade auf Trainersuche – und der Rahmen passt, dann kann der 59-Jährige ein launiger Erzähler sein. So geschehen im März bei einem Auftritt in einem schwäbischen Autohaus, als er mit Moderator Werner Hansch ins Plaudern kam.

Dabei hat die Rems-Zeitung, die vor Ort war (nur Print), eine bislang ungehobene Anekdote aufgeschnappt:

Bei seiner ersten Trainerstation als Spielertrainer bei Viktoria Backnang (1983 bis 1985) – man beachte das Foto von 1985 – wollte Rangnick seinen (Mit-)Spielern das Teufelszeug Alkohol austreiben. Nach Rangnicks erstem Sieg als Trainer stellte ein Mannschaftsbetreuer wie gewohnt einen Kasten Bier in die Kabine.

Ralf Rangnick: Markiger Auftritt in der Kabine

Doch mit einem markigen Auftritt beendete Rangnick diese Tradition aus. Er schleppte die Kiste prompt aus der Kabine und schleuderte sie in hohem Bogen den nahegelegenen Bahndamm hinunter. Von da an befolgten die Backnanger Kicker Rangnicks Credo, zwei Stunden nach dem Spiel nicht zu trinken und zu rauchen streng. Lohn war der Aufstieg von der Bezirks- in die Verbandsliga.

Pointe der Geschichte, die seine Spieler damals nicht erfuhren: Am späten Abend sammelte Rangnick die Scherben der Bierflaschen eigenhändig am Bahndamm zusammen – immerhin nüchtern. Das wiederum erinnert dann doch an die aktuelle Situation bei RB Leipzig und die Trennung von Ralph Hasenhüttl: Auch aktuell muss Rangnick nach einem Rausschmiss, bei dem jede Menge Glas zu Bruch gegangen ist, die Scherben zusammenfegen.


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