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Trainersuche bei RB Leipzig: Kreis der Kandidaten wird kleiner

Ralf Rangnick hat mit der Trainersuche bei RB Leipzig gerade alle Hände voll zu tun. (Foto: Imago)

Ralf Rangnick hat mit der Trainersuche bei RB Leipzig gerade alle Hände voll zu tun. (Foto: Imago)

Weiter geht es mit den Gerüchten um den künftigen Trainer von RB Leipzig. Dabei schränkt sich der Kreis der Kandidaten, die in der Öffentlichkeit diskutiert werden, langsam ein.

Bis Mitte Juni soll die Trainersuche bei RB Leipzig beendet sein, so berichtet BILD. Die LVZ sieht in der nun ausgebrochenen Trainersuche ein Indiz, dass Ralf Rangnick keinen Plan B für den Fall eines Rücktritts von Ralph Hasenhüttl in der Tasche hatte, also davon ausging, dass der Cheftrainer auch ohne Verlängerung seines Vertrages über 2019 hinaus in die neue Saison gehen würde.

RB Leipzig sucht international erfahrenen Trainer mit RB-DNA

Gehandelt werden bei RB Leipzig von Sportbild (Print) und LVZ unisono derzeit Roger Schmidt und Marco Rose. Laut Sportbild sucht der Verein einen Übungsleiter, der sowohl Erfahrungen im Umgang mit Doppel- und Dreifachbelastung hat, als auch in den Grundlagen der RB-Philosophie geschult ist und diese ohne große Anpassungen umsetzen kann.

Schon von Ralph Hasenhüttl habe Rangnick im Winter eine stärkere Rückkehr zum RB-Pressing-Fußball gefordert. Der hatte aber vor dem Hintergrund der vielen Pflichtspiele auf eine flexiblere Herangehensweise mit Ballbesitzanteilen bevorzugt.

Roger Schmidt steht für intensiven Pressingfußball

Roger Schmidt steht wie kaum ein anderer Trainer für einen kompromisslosen Pressingfußball und würde entsprechend die Vorgaben von Ralf Rangnick sehr gut umsetzen können. Der Coach, der einst schon in Salzburg unter Rangnick arbeitete, verdient allerdings in China das Vielfache dessen, was er bei RB Leipzig verdienen würde. Laut LVZ verfügt Schmidt aber zumindest über eine Ausstiegsklausel bei seinem aktuellen Verein. Wie hoch diese dotiert ist, ist unbekannt.

Marco Rose als naheliegender Kandidat

Naheliegend wäre ein Wechsel von Marco Rose nach Leipzig. Seit 2013 arbeitet er in Salzburg und ist mit der RB- und Rangnick-Philosophie entsprechend bestens vertraut. Zuletzt konnte er mit seinem Team auch in der Europa League überzeugen und bis ins Halbfinale vordringen. Allerdings wird dem gebürtigen Leipziger immer wieder ein nicht ganz unbelastetes Verhältnis zu Ralf Rangnick, der Rose einst nach Salzburg holte, nachgesagt.

Laut Sportbild ist ein Wechsel von Marco Rose zu RB Leipzig aber weiter denkbar. Allerdings wären entsprechende Gespräche erst nach dem Saisonfinale in Österreich am Wochenende möglich. Salzburg tritt am Sonntag zum Abschluss bei Austria Wien an und steht bereits als Meister fest. Marco Rose hatte zuletzt immer wieder betont, dass Salzburg sein erster Ansprechpartner in Bezug auf seine berufliche Zukunft bleibt. Bis 2019 läuft sein Vertrag beim österreichischen Meister derzeit noch.

Bleibt Ralf Rangnick doch eine Traineroption?

Ausgeschlossen hatte Ralf Rangnick laut LVZ vereinsintern, dass er noch mal wie einst in der zweiten Liga den Posten als Cheftrainer übernimmt. BILD und Sportbild glauben allerdings, dass der Sportdirektor weiter eine Option bleibt, wenn RB Leipzig keinen geeigneten Kandidaten findet bzw. Kandidaten wie Rose nicht nach Leipzig wechsel wollen.

Auch Markus Weinzierl ein Kandidat bei RB Leipzig?

Einen neuen Namen hat Sportbild in Bezug auf die Trainersuche aber auch in petto. Demnach soll auch Markus Weinzierl auf dem Zettel der Verantwortlichen stehen. Schon im Frühjahr 2016 war Weinzierl bei RB Leipzig als Rangnick-Nachfolger im Gespräch. Damals stritten sich Verein und Trainer öffentlich darum, wer wem abgesagt hat.

Zuletzt trainierte Weinzierl den FC Schalke 04, musste aber nach nur einer Saison wieder gehen. Vor einigen Wochen soll er sich in Leipzig laut Sportbild bereits das Trainingsgelände am Cottaweg angeschaut haben.