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RB Leipzig wirbt 13-Jährigen von Hertha ab – Bernardo nach Mönchengladbach?

Emil Forsberg hat den Fokus auf die WM und lässt seine Zukunft bei RB Leipzig vom Berater klären. (Foto: Imago)

Emil Forsberg hat den Fokus auf die WM und lässt seine Zukunft bei RB Leipzig vom Berater klären. (Foto: Imago)

Am Mittwochabend konnte RB Leipzig mit Nordi Mukiele den ersten Neuzugang für die kommende Saison präsentieren. Im Schatten des Transfers im Profibereich hat man offenbar auch im Nachwuchs zugeschlagen.

Denn wie BILD berichtet, hat der Verein mit Noel Bigo Atom einen erst 13-jährigen Defensivspieler von Hertha BSC abgeworben. „Leipzig hat sich sehr intensiv bemüht und uns davon überzeugt, die Ausbildung von Noel bei RB fortzusetzen“, erklärt dessen Vater in dem Bericht. Eine fünfstellige Ausbildungsentschädigung soll dem Bericht zufolge fließen.

Umstrittenes Werben um Nachwuchsspieler

Das Werben um Talente beginnt bei den Profivereinen immer früher. Mit 15 Jahren können Nachwuchsspieler mit ihren Eltern erstmals Förderverträge unterschreiben und sind dann an die Vereine gebunden. Entsprechend wird verstärkt vor diesem Alter um die hoffnungsvollsten Talente gerungen.

Frühere, stille Vereinbarungen, dass zwischen Nachwuchsleistungszentren in diesem Alter keine Spieler abgeworben werden sollen, weil die Unterschiede in der Ausbildung marginal sind, werden schon länger nicht mehr eingehalten. Es gilt allgemein als sehr zweifelhaft, ob es für die Entwicklung eines Spielers richtig ist, ihn in frühen Jahren aus dem gewohnten Umfeld herauszureißen, um die fußballerische Ausbildung an einem anderen Ort fortzusetzen. Zudem ist es nur schwerlich möglich, bei einem 13-jährigen Spieler seriöse Aussagen über seine zukünftige Entwicklung treffen.

Emil Forsberg denkt nur an die WM und überlässt den Rest seinem Berater

Mit solchen Dingen muss sich Emil Forsberg nicht mehr herumschlagen. Für ihn geht es vielmehr darum, wo er nach der Sommerpause spielt. Ralf Rangnick hatte zuletzt erklärt, dass man den Schweden nicht gehen lassen werde.

Forsberg gibt sich bezüglich der Gerüchte um seine Person gelassen. „Meine Saison war wegen einer Sperre frühzeitig beendet, deshalb konnte ich mich optimal auf die WM vorbereiten. Ich denke derzeit nur an die Weltmeisterschaft, alles andere überlasse ich meinem Agenten“, erklärt er im Kicker (Print).

Forsberg-Zukunft von WM-Auftreten abhängig?

Berichten aus Schweden zufolge soll sich Forsberg-Berater Hasan Cetinkaya bereits mit europäischen Topvereinen zu Gesprächen getroffen haben. Bei expressen.se vermutet man, dass die Zukunft von Emil Forsberg von seinem Auftreten bei der Weltmeisterschaft abhängt. Spielt er ein gutes Turnier, könnte ein Großklub bereit sein, eine Mindestablöse von über 50 Millionen Euro auf den Tisch zu legen. Falls nicht, dann käme auch eine Vertragsverlängerung mit Anhebung des Gehalts in Frage.

Es gehe bei einem möglichen Wechsel für Forsberg aber nicht ums Geld, so der Bericht weiter. Denn der Mittelfeldmann verdiene in Leipzig bereits rund vier Millionen Euro. Vielmehr gehe es um die Perspektive bei einem großen, populären Verein zu spielen. Im Gespräch sind Juventus Turin, Atletico Madrid und der FC Arsenal. Von konkreten Anfragen bei RB Leipzig ist bisher aber nichts bekannt.

RB Leipzig könnte in Südamerika zuschlagen

Bei RB Leipzig geht der Blick derweil aber vornehmlich Richtung Südamerika. Denn dort, beim argentinischen Verein River Plate, spielt der nächste Kandidat auf der Neuzugangsliste bei RB Leipzig. Übereinstimmenden Berichten zufolge geht es beim Linksverteidiger Marcelo Saracchi nur noch um die Ablöse.

12,5 Millionen Euro verlangt River Plate, so heißt es aus Südamerika. Der Kicker (Print) spricht von 13 Millionen. Dem Vernehmen nach liegen beide Vereine nicht mehr allzu weit auseinander. Von einem Angebot über 11,5 Millionen Euro war zuletzt die Rede. Einigt man sich, bekäme RB Leipzig mit Saracchi einen 20-jährigen Nachwuchsnationalspieler Uruguays.

Bernardo bei Borussia Mönchengladbach auf dem Zettel

Saracchi wäre direkter Ersatz für Linksverteidiger Bernardo, der bereits angekündigt hat, RB Leipzig zu verlassen. Allerdings werde er nicht nach Mainz wechseln, wie es kurzfristig hieß.

Dafür scheint nun Borussia Mönchengladbach Interesse an den Diensten des Brasilianers zu haben. Wie BILD (Print) berichtet, ist der Bundesligakonkurrent von RB Leipzig bereit, acht Millionen Euro für Bernardo zu überweisen. Die Verpflichtung eines Linksverteidigers habe für Mönchengladbach eine hohe Priorität, weil diese Position im Kader nicht ausreichend besetzt ist.

Alle fixen Transfers und Transfergerüchte bei RB Leipzig in einer Übersicht.