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Rangnick zum zweiten Mal RB-Coach: Das sagt die Presse

Dass Ralf Rangnick letzlich doch die Mannschaft von RB Leipzig für ein Jahr übernimmt, war am Montag keine große Überraschung mehr. Ein kurzer Überblick über das Feedback aus den Medien.

Champions-League-Qualifikation als Ziel unter Rangnick

„Marsch hätte eine Zeit des Eingewöhnens benötigt. Zeit ist jedoch etwas, das Rangnick und RB Leipzig von Hause aus nicht haben. Also macht Rangnick es dann lieber doch selbst, so wie in der Saison 2015/16, als er RB von der zweiten Liga in die Bundesliga führte und dann an Hasenhüttl abgab. (…) Im neuen Jahr ist die Qualifikation für die Champions League wieder das Ziel, auch wenn Rangnick das nicht so ausdrücklich sagte. Sollte das nicht gelingen, könnte er dieses Mal niemanden anderen dafür verantwortlich machen als sich selbst.“

(Sebastian Stier, Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Neue alte Doppelrolle bei RB Leipzig nicht ohne Risiko

„Die Entscheidung, den 60-Jährigen für den bis zum Amtsantritt von Julian Nagelsmann 2019 vakanten Posten erneut mit der Verantwortung zu betrauen, ist in der Tat sinnvoll. (…) Ganz ohne Risiko ist die neue alte Doppelrolle aber auch für Rangnick nicht. Bleibt er hinter den (eigenen) Erwartungen, könnte er auch an Standing verlieren.“

(Andreas Hunzinger, Kicker)

Rangnick wirkt diesmal nicht als Lückenbüßer

„Obwohl feststeht, dass Julian Nagelsmann 2019 übernimmt, wirkt Rangnick diesmal nicht als Lückenbüßer. Keiner, der überredet werden musste, weil sich kein anderer Trainer fand. (…) Dass Rangnicks Machtfülle auch riskant ist, blenden sie bei RB weitgehend aus. Der Klub-Architekt und der gesamte Verein würden großen Schaden nehmen, sollte das Team nicht Rangnicks selbst formulierten Ansprüchen genügen. Misserfolg kann sich Rangnick nicht leisten.“

(Ulli Kroemer, Mitteldeutsche Zeitung)

Signal an Dortmund, Schalke & Co: Volle Rangnick-Dröhnung

„Als der liebe Gott das Selbstvertrauen verteilte, stellte sich der blutjunge Ralf Rangnick zweimal an und bekam die volle Dröhnung ab. Dieser Mann zweifelt bis heute an allem, zuallerletzt an sich selbst.(…) Die jetzt gefundene Lösung ist logisch und die beste aller Varianten. Rangnick stürzt sich wieder ins Abenteuer Bundesliga-Trainer. Ohne Netz und doppelten Boden. Das Ganze kann durchaus als Signal an Schalke, Dortmund und Co. verstanden werden: Bei RB gibt es weder ein Übergangsjahr noch Halbgewalktes, sondern die volle Dröhnung Rangnick.“

(Guido Schäfer, Leipziger Volkszeitung)