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Schweißtreibend standesgemäß: RB schlägt Häcken 4:0

RB Leipzig hat sein erstes Pflichtspiel der Saison in der 2. Runde der Europa-League-Qualifikation 4:0 (2:0) gewonnen. Die Tore gegen den Hinspielgegner BK Häcken schossen Bruma (35.), Matheus Cunha (38.), Kevin Kampl (50.) und Jean-Kévin Augustin (84.).

Gut los ging das für RB Leipzig allerdings nicht. Der Strom fiel aus, zweimal misslang der Anstoß – gibt es Omen in der Welt, dann Gott bewahre die Sachsen vor den Schweden!

Möglich, aber auch wahrscheinlich?

Aber Vorzeichen sind was für Esoteriker, denn trotz aller Widrigkeiten: Leipzig gewann die Partie gegen den aktuell Tabellenzehnten der Allsvenskan verdient und standesgemäß, trotz aller angeblich neuen Einsichten aus den vergangenen Weltmeisterschaftswochen, wonach es keine kleinen Teams mehr auf diesem Planeten gibt: Jeder kann jeden schlagen.

Möglich ist es. Das ist nicht neu, sondern so alt wie der Fußball selbst. Aber ist es auch wahrscheinlich? Die Schweden nährten 30 Minuten lang die Hoffnungen ihrer in einem kleinen Dutzend mitgereisten Fans, dass sie den Deutschen wenigstens ein Remis abringen können. Sie standen hinten massiert, in der Mitte kannten sie keinen Respekt, vorn lauerten sie auf Konter und Fehler der Gegner, die ja erst seit zwei Wochen im Training stehen. Im Gegenzug die Schweden: Stehen im Saft, weil die Meisterschaft ja im vollen Gange ist.

Mutlosigkeit und fehlendes Talent

RB hatte deshalb Not und Mühe, Chancen herauszuspielen. Es brauchte die Trinkunterbrechung nach 30 Minuten, um das Spiel in die gewünschte Richtung zu lenken. Päuschengestärkt passte Kampl in der 35. Minute an der Strafraumgrenze entlang auf Stefan Ilsanker, der mit einem Lupfer Bruma bediente. Der Portugiese saugte den Ball an seinen Schuh und schoss ihn am kurzen Pfosten vorbei ins Tor.

Unter Anteilnahme von 18 126 Zuschauern war die Partie drei Minuten später vorentschieden. Zugang Cunha, aus Sion gekommen, schlenzte einen Ball aus 15 Metern ins obere Netzeck. Jetzt gaben die Schweden sich auf, Mutlosigkeit war im Spiel, fehlendes Talent hatte seinen Anteil, zu guter Letzt auch die Temperaturen. Als die Sonne sich hinter den Auwald neigte, war es immer noch 28 Grad warm.

Fünf Minuten nach der regulären Pause fiel das dritte Tor für RB. Kampl veredelte mit einem Schuss unter die Latte ein Zuspiel von Augustin, der kurz vor Schluss mit dem vierten Treffer den Schlusspunkt setzte. Und RB in eine exzellente Ausgangslage für die Reise in einer Woche nach Göteborg brachte, bei der die Sachsen zwar auf Ilsanker verzichten müssen, der in der 83. Minute mit Gelb-Rot vom Platz musste. Aber es gibt schlechtere Omen. Oder eben gar keine.

Statistik

RB Leipzig – BK Häcken 4:0 (2:0)

RB Leipzig: Gulacsi – Klostermann, Konaté, Orban (C), Sarrachi (Mukiele, 68.) – Ilsanker – Kampl, Demme – Cunha (Hartmann, 89.), Augustin, Bruma (Stierlin (86.)

BK Häcken: Abrahamsson – Andersson, Lindgren (C), Hammar, Arkivuo – Faltsetas, Friberg – Celik (Lundberg, 71.), Irandust (Mohammed, 46.), Paulinho – Kamara

Tor(e): 1:0 Bruma (35.), 2:0 Cunha (38.), 3:0 Kampl (50.), 4:0 Augustin (84.)
Torchancen: 10:1; Ecken: 11:1; Schiedsrichter: Stavrev (Mazedonien); Gelbe Karten: Orban, (7.), Ilsanker (33.), Sarrachi (45.+1) / Friberg (29.), Celik (32.); Platzverweis: Ilsanker (83., 2. Gelbe Karte); Zuschauer: 18.162 in der Red Bull Arena