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Doch nicht „zu null“: RB trennt sich von BK Häcken 1:1

Torvorbereiter in Göteborg: J.K. Augustin. Foto: Imago.

RB Leipzig hat sich in Göteborg schadlos gehalten, zumindest was das Weiterkommen in der Europa-League-Qualifikation anbetrifft. Die Sachsen trennten sich von BK Häcken 1:1 (1:0). Das Tor für die Leipziger schoss ein Rückkehrer.

Massimo Bruno, die letzten zwei Jahre verliehen, erzielte in der 47. Minute die Führung für die Sachsen. Kurz vor Schluss glich der eingewechselte Daleho Irandust aus (85.). Aufgrund des 4:0 aus dem Hinspiel steht RB Leipzig in der nächsten Runde und trifft dort auf CS Universitatea Craiova aus Rumänien (9. und 16. August).

Stierlin mit Abschlußproblemen

Ein Gutes hatte der ungeliebte Ausflug mit nur einem Teil des Profi-Kaders aus dem Trainingslager heraus: Rangnick konnte einigen seiner Akteure Einsätze auf internationaler Bühne ermöglichen. Letztlich vertraute der 60-Jährige in der Startelf aber zehn Profis, aus dem Nachwuchs durfte lediglich Niclas Stierlin von Beginn an ran. Dem 18-Jährigen wäre mit einem Volleyschuss aus 16 Metern (41. Minute) fast sogar ein Treffer gelungen.

Doch mit dem Toreschießen gegen den Tabellenzehnten der schwedischen Liga tat sich nicht nur der Teenager schwer.
Schwedens WM-Torschütze Emil Forsberg war wieder mehr in der Rolle des Vorbereiters. Jean-Kévin Augustin versuchte es mehrfach. Der Franzose tanzte einmal ansehnlich am Strafraumeck, verzog aber seinen Torschuss (10. Minute). Nach rund 20 Minuten ging der Rhythmus verloren. Das von Rangnick propagierte Umschaltspiel war gegen zumeist tief stehende Gastgeber kaum möglich.

Rangnick: „Wir wollen zu Null spielen“

Dafür kam Häcken auf einmal frech auf, so dass sich Marius Müller beweisen konnte. Er stand anstelle von Stammkeeper Peter Gulacsi im RB-Tor. Al-Hassan Kamara mit zwei Chancen und Mervan Celik hätten die Schweden beinahe in Führung gebracht. Dabei hatte Rangnick die Viererabwehrkette im Vergleich zum Hinspiel nicht angerührt und vor dem Match in Göteborg betont, dass RB auf jeden Fall kein Gegentor kassieren wolle.

Was dem aufgerückten Außenverteidiger Lukas Klostermann kurz vor der Pause (41.) nicht gelang, schaffte Bruno kurz nach dem Wiederanpfiff mit einem haltbaren Schuss aus 16 Metern. Rangnick wechselte nun weiter durch, unter anderem durfte auch noch der erst 17-jährige Oliver Bias sein Debüt feiern. Und prompt kassierte RB sein Gegentor, mit dem die Sachsen allerdings gut leben können. Weiter sind sie ja. (dpa)