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Spielabsage missglückt: RB wollte Huddersfield gar nicht testen

Verwirrung um Spielabsage. Ralf Rangnick, Trainer von RB Leipzig, sagte nach dem 0:3 im Test gegen Huddersfield Town, man habe dem Spiel eigentlich aus dem Weg gehen wollen. „Wir wollten den Test heute Mittag noch absagen.“

Vor über zwei Monaten war dieses Spiel gegen den englischen Erstligisten vereinbart worden. Zu diesem Zeitpunkt aber hatte RB noch Chancen auf die direkte Qualifikation für den Europapokal. Diese wurde zunichte, als Eintracht Frankfurt überraschen das DFB-Pokalfinale gewann und RB damit den direkten Platz in der Gruppenphase entwandt.

Ein gebrauchter Tag

Damit lag Huddersfield einen Tag nach Häcken. Ein Kraftakt, der RB Leipzig zum Einsatz vieler Jugendspieler zwang, weil sich ungeplant Stammspieler wie Dayot Upamecano und Konrad Laimer verletzten, zu denen sich am Morgen des Spiels auch noch Zugang Nordi Mukiele gesellte (Adduktoren).

Für Leipzig war das Grund genug, zu versuchen, das Spiel zu vermeiden. Rangnick sagte: „Das Spiel wurde vereinbart, als wir davon ausgegangen sind, dass wir das Trainingslager mit zwei kompletten Profi-Kadern bestreiten würden. Zurzeit aber haben wir nicht einmal eineinhalb. Deswegen hat das Spiel keinen Sinn gehabt. Wir haben deshalb versucht, es abzusagen.“ Das, so der Trainer weiter, sei aber aus vermarktungsrechtlichen Gründen nicht gegangen. „Deswegen haben wir schweren Herzens dieses Spiel gespielt. Es war ein gebrauchter Tag.“

David Wagner: „Das ist mir total neu“

Rangnicks Kollege David Wagner sah das ähnlich. Der deutsche Trainer von Huddersfield Town eröffnet kommendes Wochenende seine Ligasaison gegen den FC Chelsea. Ihm wäre es lieber gewesen, andere Gegner zu testen als einen muskelsauren Bundesligisten. Aber auch Wagner waren die Hände gebunden. Das Spiel war über eine Agentur vereinbart gewesen, die hob die Hände: Sorry, nichts zu machen!

Von Leipzigs Plan, das Spiel abzusagen, wußte er aber nichts. „Das ist mir total neu, total neu.“ Ganz im Gegenteil: Als klar war, dass RB in die Europa-League-Qualifikation muss, habe man über die Agentur anfragen lassen, ob man die Partie nicht besser lassen solle. „Meine letzte Information war, dass sie dieses Spiel trotzdem unbedingt spielen wollten.“

Nichtsdestotrotz, beide Trainer konnten der Partie irgendwas abgewinnen. Wagner: „Du kannst nur schlagen, was dir gegenüber steht. Das haben meine Jungs gemacht.“ Rangnick meinte: „Wenigstens hat sich keiner verletzt.“


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