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Ralf Rangnick bei Transfers ohne Eile – Über 30 Millionen für Lookman?

Zwei bis drei Neuzugänge wollte RB Leipzig in diesem Sommer eigentlich noch verpflichten. Ganz oben auf dem Einkaufszettel steht Ademola Lookman, den man vom FC Everton loseisen will, die aber bisher öffentlich einem Wechsel ablehnend gegenüberstanden. Dazu soll auch mindestens noch ein zentraler Mittelfeldspieler kommen, der die Lücke füllen soll, die Naby Keita hinterlassen hat.

Neuzugänge müssen zu RB Leipzig passen und sofort helfen

Ralf Rangnick hatte kürzlich allerdings bereits betont, dass es in Sachen Neuzugängen nicht darum geht, nur Masse zu verpflichten. Eventuelle Neuzugänge müssen „uns sofort weiterhelfen können. Da schließt sich der Kreis zu unserer Spielweise, zur Sprache und zur Integration. Deutsch oder Englisch müssen die schon sprechen“, macht der Sportdirektor von RB Leipzig die Problemlage deutlich.

Vor dem Spiel gegen Craiova gibt sich Rangnick zudem in Sachen Neuzugängen ohne Eile. Man arbeite „im Hintergrund“ daran. „Wir wissen, was wir wollen. Ob wir es auch kriegen, wird man sehen.“ Er sei aber in solchen Fragen hartnäckig und akzeptiere ein Nein nicht sehr schnell.

Auch späte Transfers können gute Transfers sein

Grundsätzlich habe RB Leipzig aber im Gegensatz zur englischen und italienischen Liga, bei denen die Transferfenster für Neuzugänge früher schließen, noch Zeit, um Spieler zu verpflichten. Bis Ende August kann der Verein noch auf dem Transfermarkt tätig werden. „Es gab bei uns in den letzten Jahren schon richtig gute und wichtige Transfers, die erst am 30. August vollzogen wurden. Wenn das auch diesmal der Fall ist, könnten wir damit ohne Probleme leben.“

Ob Ademola Lookman ein solcher später Transfer wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu beantworten. Fakt ist, dass RB Leipzig Interesse an Lookman hat und der Offensivmann gut in das Raster eines Spielers passen würde, der sofort weiterhilft, die Spielweise des Klubs schon kennt und auch in Sachen sonstiger Integration nicht von vorn anfangen müsste. Auch Lookman selbst gilt dem Vernehmen nach als interessiert an einem Wechsel, während man in Everton bisher hoffte, Lookman von der Perspektive des Verbleibs überzeugen zu können.

30 Millionen Pfund für Ademola Lookman?

Wenn man dem Daily Mirror glaubt, dann ist man in Everton offenbar nach Gesprächen mit Lookman und dessen Beraterseite zur Einsicht gelangt, dass der Spieler selbst seine Zukunft in Leipzig sieht. Allerdings wurde der 20-Jährige dem Bericht zufolge mit einem extremen Preisschild versehen. 30 Millionen Pfund (reichlich 33 Millionen Eur0) soll die geforderte Ablöse nun betragen, nachdem man zwischenzeitlich von reichlich 20 Millionen Pfund ausgegangen war.

Bisher hat RB Leipzig noch für keinen Spieler mehr als 20 Millionen Euro als Ablöse gezahlt. Naby Keita kostete einst rund 15 Millionen Euro. Eine Summe, die erst durch Nachschläge nach seinem Wechsel nach Liverpool auf über 20 Millionen Euro anstieg. Kevin Kampl hält derzeit mit 20 Millionen Euro die Rekordsumme in Sachen direkter Transferausgaben bei RB Leipzig.

Lookman-Verpflichtung außerhalb der RB-Möglichkeiten?

Dass der Verein für Ademola Lookman eine Summe deutlich über 20 Millionen Euro ausgibt, darf entsprechend als sehr unwahrscheinlich gelten, auch wenn man bisher in dieser Transferperiode rund 20 Millionen Euro Gewinn eingefahren hat. Zuletzt war man davon ausgegangen, dass Leipzig in diesem Transferfenster noch Platz für Ausgaben in Höhe von eben jenen 20 Millionen Euro hat, der entsprechende Etat also rund 60 Millionen Euro beträgt.

Schon für die Neuzugänge Mukiele, Saracchi und Cunha hat man in den letzten Wochen insgesamt 40 Millionen Euro in die Hand genommen. Für Lookman wird man den eigenen Transferrahmen wohl nicht komplett sprengen, wenn man zudem noch mindestens einen weiteren Spieler verpflichten will. Aber um eine eventuelle Lookman-Ablöse zu verhandeln, bleibt ja nach Rangnick-Rechnung auch noch bis zu 31. August Zeit..