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Universitatea Craiova als technisch starker Gegner – Rangnick will Vorentscheidung

Vor dem Hinspiel in der dritten Runde der Europa-League-Qualifikation gegen Universitatea Craiova zeigt Ralf Rangnick durchaus Respekt vor dem Gegner. „Sie sind technisch stärker als der BK Häcken einzuschätzen“, erklärt der Trainer von RB Leipzig vor der Partie am Donnerstagabend (09.08.2018, 18.30 Uhr/ live bei DAZN und Sport1).

Universitatea Craiova sucht spielerische Lösungen

Der rumänische Pokalsieger wähle einen „sehr spielerischen Ansatz“ und suche auf diesem Wege Lösungen. Dabei trete man oft in einem 3-4-3 an. „Darauf haben wir die Mannschaft eingestellt“, zeigt sich Rangnick vorbereitet.

Der heutige CS Universitatea Craiova wurde erst 2013 gegründet, als Vorgänger FC Universitatea Craiova aus der rumänischen Liga ausgeschlossen wurde. Die Folge ist ein erbitterter Erbfolgestreit.

Stütze des Team ist unter anderem der 25-jährige Italiener Mirko Pigliacelli, der bei den Rumänen im Tor steht. Von der U18 bis zur U21 war der Keeper Teil der italienischen U-Nationalmannschaften und absolvierte insgesamt 15 Länderspiele. Vor ihm organisiert Florin Gardos als Innenverteidiger die Abwehr. Craiova lieh den 29-Jährigen erst von FC Southampton aus und verpflichtete ihn nun fest. Im defensiven wie offensiven Mittelfeld dirigiert Alexandru Cicaldau.

Top-Offensivmann Alexandru Mitrita fehlt die Unterstützung

Im Sturm ist der 1,67 Meter große Alexandru Mitrita wie ein Wirbelwind. Der erst 23-jährige Kapitän ist dribbelstark und auch für seine präzisen Freistöße bekannt. Mitrita ist aktuell der Kopf des Teams und deren auffälligster Spieler. In der letzten Saison schoss er in 37 Pflichtspielen 15 Tore. In der aktuellen Spielzeit schoss er die bisher beiden einzigen Tore seines Vereins.

Verzichten muss Mitrita allerdings auf seine kongenialen Partner aus der Vorsaison. Mit Alexandru Baluta und Gustavo verließen die beiden anderen Topscorer den Klub. 31 Tore steuerten beide in der Vorsaison zum Erfolg der Mannschaft bei. Adäquat ersetzt wurden sie nicht.

Craiova befürchtet in Leipzig eine Blamage

Auch das ein Grund, warum Universitatea Craiova sehr holprig in die Saison startete. Einem knappen 0:1 im Supercup gegen Meister Cluj folgten drei Spiele in der Liga ohne Sieg. Erst am dritten Spieltag und somit im vierten Pflichtspiel konnte man die ersten Tore der Saison erzielen. Die Probleme im Angriffsdrittel liegen also auf der Hand. Aber auch defensiv hatte man zuletzt einige Schwierigkeiten, Gegner zu verteidigen, die mit Geschwindigkeit nach vorn spielen.

„Ich bin sehr böse“, zeigt sich Nationalspieler Nicusor Bancu laut Kicker (Print) entsprechend sauer über den Start seines Teams. In Leipzig drohe „eine Blamage, wenn wir dort auch so spielen werden“, wie man es zuletzt in der rumänischen Liga gemacht hat. Der italienische Trainer Devis Mangia hatte seinem Team, das von 500 Fans unterstützt werden wird, nach der Auslosung allerdings noch eine 20%ige Chance zugerechnet, die man auch zu nutzen gedenke.

Ralf Rangnick wünscht sich eine Vorentscheidung schon im Hinspiel

RB-Coach Ralf Rangnick würde eine Blamage der Rumänen allerdings eher entgegenkommen. Denn der hofft darauf, dass seine Mannschaft es noch einmal wie gegen Häcken machen kann. „Es wäre schön, wenn wir wie gegen Häcken einen Vorsprung herauschießen und eine Vorentscheidung herbeiführen können“, verweist er auf das 4:0 gegen die Schweden vor zwei Wochen, durch das man ein entspanntes Rückspiel in Göteborg hatte. Wenn das nicht klappe, könne man das Duell aber auch noch im Rückspiel in Craiova entscheiden.

In seiner Karriere ist Ralf Rangnick mit dem rumänischen Verein bisher noch nicht in Kontakt gekommen. Vom neuen Stadion mit knapp 30.000 Plätzen hat er allerdings bereits gehört. In dem könnten dann am kommenden Donnerstag (16.08.2018, 18.30 Uhr) je nach Hinspielresultat auch Spieler auflaufen, die derzeit in der Vorbereitung noch ein wenig hinterherhecheln. Im Hinspiel gegen Craiova werden aufgrund von Trainingsrückstand Timo Werner, Marcel Sabitzer, Yussuf Poulsen, Emil Forsberg und Nordi Mukiele nur auf der Bank Platz nehmen. Trotzdem oder gerade weil man möglichst mit einem hohen Sieg zum Rückspiel fahren will.

(mit DPA)


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