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Kooperation zwischen RB Leipzig und Halleschem FC: Rangnick zeigt sich offen

Nach der Abmeldung der U23 von RB Leipzig vor einem Jahr wird immer mal wieder über mögliche Kooperationen mit Vereinen aus der Region spekuliert. Ralf Rangnick mochte ein solches Modell in Bezug auf den Halleschen FC nicht ausschließen.

Ralf Rangnick würde sich Kooperations-Vorschläge anhören

„Wir sind da völlig offen“, erklärt der Sportdirektor und Trainer von RB Leipzig im Interview mit der Mitteldeutschen Zeitung. „Sollte es entsprechende Überlegungen beim HFC geben, die auch mit Leben gefüllt werden, hören wir uns das an.“ Allerdings habe er „in 25 Jahren Profifußball gelernt, dass Kooperationsverträge das Papier nicht wert sind, auf dem sie gedruckt wurden. Das steht und fällt mit den handelnden Personen.“

Gute Kontakte bestehen deswegen etwa zum 1. FC Magdeburg, wo „mit Jens Härtel ein ehemaliger Trainer von uns und mit Mario Kallnik ein ehemaliger A-Jugend-Spieler von mir als Manager tätig sind“.

Magdeburg in gutem Austauch mit RB Leipzig – Erfurt ist interessiert

Eine offizielle Kooperation mit dem 1. FC Magdeburg gibt es nicht, allerdings äußerte sich Mario Kallnik bereits vor einigen Monaten positiv über den Bundesliga-Klub. „Von RB Leipzig können wir uns ganz viel abschauen. Infrastruktur, aber auch sportliches Knowhow. Ich habe Riesenrespekt was dort bisher geleistet wurde. Wir befinden uns im Austausch und erhalten teilweise auch Unterstützung.“

Auch Rot-Weiß Erfurt hatte sich zuletzt interessiert daran gezeigt, mit RB Leipzig enger zusammenzuarbeiten. „Wir haben eine tolle Strahlkraft und arbeiten professionell und auch künftig sicherlich erfolgreich“, erklärte Coach Thomas Brdaric zuletzt. Aufgrund dessen glaubt er, „dass andere Vereine Lust haben, mit uns zu kooperieren. Das muss das Ziel sein. Ob das dann RB ist oder ein anderer Bundesligaverein, das wird sich in den nächsten Wochen und Monaten herauskristallisieren.“

Hallescher FC sah bisher keinen Grund für Kooperation mit RB Leipzig

Nicht so positiv sah das bisher der direkte Leipziger Nachbar aus Halle. „Ich habe kein Problem damit, auch mal Spieler von RB Leipzig zu holen. Aber mehr nicht. Eine Kooperation mit RB Leipzig sehe ich nicht“, hatte Halles Sportdirektor Ralf Heskamp noch im April erklärt.

Damit dürfte Heskamp zumindest bei Teilen der eigenen Anhängerschaft punkten. „Das Kunstprodukt verdient es nicht, dass man mit ihm Testspiele vereinbart oder Kooperationen eingeht. Der Fußball hat etwas, was Rasenballsport niemals haben wird: eine Seele!“, hieß es einst bei Teilen der Fans, als diese die Absage eines U17-Testspiels des Halleschen FC gegen RB Leipzig forderten. Inzwischen testen beide Vereine im Nachwuchsbereich immer wieder mal ohne öffentliche Aufregung gegeneinander.