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Ralf Rangnick: Transfers von Lookman und Rudy derzeit unwahrscheinlich

Zurückhaltend hat sich Ralf Rangnick in einem Interview mit der Mitteldeutschen Zeitung zu den Chancen geäußert, Ademola Lookman und Sebastian Rudy zu verpflichten.

Ralf Rangnick schließt 30-Millionen-Euro-Transfer aus

Bezüglich des letztjährigen Leihspielers Ademola Lookman, den RB Leipzig gern vom FC Everton loseisen will, glaubt Rangnick, dass „es im Moment tatsächlich so aussieht, als ob es nicht klappt. Aber die Betonung liegt auf ‚im Moment'“, lässt der Sportdirektor und Trainer eine Hintertür sehr deutlich offen. Vor dem Spiel gegen Craiova hatte Rangnick bereits erklärt, dass er ein Nein nicht so schnell akzeptiert.

Über 30 Millionen Euro ruft der FC Everton laut Daily Mirror für den Offensivmann auf. „Auch wenn uns das von nur noch wenigen Seiten nicht geglaubt wird. Wir halten unser Budget ein. Ein 30-Millionen-Transfer ist ausgeschlossen“, weist Rangnick solche Zahlen deutlich zurück. Zuvor war über eine mögliche Summe von reichlich 20 Millionen Euro als Lookman-Ablöse spekuliert worden. Selbst mit solchen Dimensionen wäre Lookman der teuerste Neuzugang der RB-Geschichte.

Ralf Rangnick findet Sebastian Rudy interessant

Unter anderem finanzielle Hintergründe macht Ralf Rangnick auch bei Sebastian Rudy geltend. „Sebastian ist grundsätzlich ein guter Spieler. Aber ich halte es momentan für wenig wahrscheinlich, dass solch ein Transfer für uns umsetzbar ist. In jederlei Hinsicht. Will er überhaupt weg? Geben die Bayern ihn her? Wenn ja, könnten wir das überhaupt finanzieren?“, stellt Rangnick die entscheidenden Fragen.

Mögliche Neuzugänge müssen demzufolge nicht nur nur in vertretbarem Rahmen Ablöse kosten, sondern „sie müssen in unser Gehaltsgefüge passen“. Da gebe es nicht allzu viele Spieler, auf die das zutrifft. „Aber wir brauchen ja auch nur zwei neue Spieler“, schränkt Rangnick die Zahl möglicher Neuzugänge ein.

Wird der Keita-Abgang durch interne Lösungen aufgefangen

Gesucht wird weiterhin ein offensiver Akteur wie Ademola Lookman und ein zentraler Mittelfeldspieler, der die Lücke ausfüllt, die Naby Keita hinterlässt (Sebastian Rudy?). Man wisse schon, betont der Sportdirektor erneut, wen man wolle. „Ob es klappt, wissen wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht.“

Möglich sei auch, den Keita-Abgang intern aufzufangen. „Kevin Kampl haben wir ja im vergangenen Sommer auch deshalb verpflichtet, weil wir wussten, dass uns Naby Keita verlässt“, sieht Rangnick eine Möglichkeit. Auch Marcel Sabitzer könne „eine Acht, also einen offensiven Sechser spielen“. Auf dieser Position sei der Österreicher möglicherweise sogar noch wertvoller als auf seiner jetzigen Position auf der Zehn.

Reicht das Geld bei RB Leipzig noch für einen Königstransfer?

Spekuliert wurde zuletzt auch, ob es eine Möglichkeit wäre, Konrad Laimer wieder von der Position des Rechtsverteidigers auf die Sechs zu ziehen und entsprechend einen Rechtsverteidiger für die dann frei werdende Stelle zu verpflichten. Dazu passen die Gerüchte um Frederic Guilbert aus Frankreich und Kevin Mbabu aus der Schweiz. Beide seien laut BILD (Print aber genauso wenig ein Thema wie Reece Oxford (West Ham United), der dem Verein angeblich angeboten wurde.

Geld kosten würden auch all diese Spieler. Und sehr viel Geld ausgeben will RB Leipzig offenbar nicht mehr. Als Gehaltsobergrenze gilt derzeit eine Summe von fünf Millionen Euro. Laut Mitteldeutscher Zeitung wolle RB in diesem Sommer auch nicht wesentlich mehr als 60 Millionen Euro an Ablöse ausgeben.

Da man bereits rund 40 Millionen Euro für Matheus Cunha, Nordi Mukiele und Marcelo Saracchi zahlte, blieben nur noch rund 20 Millionen Euro übrig. Nicht sehr viel Geld, um doch noch Ademola Lookman zu holen oder gar einen Königstransfer für das zentrale Mittelfeld in der Nachfolge von Naby Keita zu tätigen. Eilig hat es Ralf Rangnick jedenfalls nicht. Wenn die Transfers erst Ende August klappen, sei das auch ok, erklärte er zuletzt. Wenn dann eben der Preis stimmt..