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Premierentor für Konaté: RB will Standards zu „richtiger Waffe” machen

Fans und Beobachter rieben sich verwundert die Augen: RB Leipzig hat beim 3:1 (1:0) gegen Craiova gleich zwei Tore nach Standards geschossen. Trainer Ralf Rangnick freute sich vor allem über das erste Tor von Ibrahima Konaté, das er dem Franzosen prophezeit hatte. Von Ullrich Kroemer.

Kevin Kampl führte alles so aus wie im Training: Der Eckstoßspezialist von RB Leipzig hob einen Arm und trat den Eckball auf den kurzen Pfosten. Dort lauerte der stark spielende Ibrahima Konaté und beförderte den Ball mit dem Hinterkopf so platziert wie einst Uwe Seeler unhaltbar ins hintere Toreck (25.). Das 1:0 gegen Craiova war auch Konatés erster Treffer für RB Leipzig und sein zweiter Pflichtspieltreffer in Klubwettbewerben überhaupt.

Starke Eckbälle von Kevin Kampl

Trainer Ralf Rangnick freute sich besonders, weil er das Tor vorausgesagt hatte und so seinen Innenverteidiger-Hünen (1,93 Meter) starkgeredet hatte. „Ich habe ihm gesagt, du machst heute ein Tor nach einer Ecke oder nach einem Freistoß”, berichtete Rangnick hernach. „Er hätte beinahe noch ein zweites gemacht, wenn der Torwart nicht noch den Fuß drangehabt hätte.” Auch diese Chance in der zweiten Hälfte entsprang einer Ecke des starken Kevin Kampl, der trotz Platzwunde weiterspielte.

Rangnick hatte bei seinem Amtsantritt als Trainer Anfang des Monats angekündigt, die Qualität beim Verteidigen gegnerischer ruhender Bälle ebenso steigern zu wollen wie eigene Standards. Darauf will er etwa ein Drittel der Trainingszeit verwenden. In der vergangenen Saison hatte RB Standardtore am Fließband kassiert und war selbst kaum gefährlich nach Ecken, Freistößen oder Einwürfen geworden. „Wir arbeiten intensiv im Training dran, es freut uns, dass wir das auch im Spiel umsetzen und uns auch mal belohnen”, sagte Kapitän Willi Orban.

Rangnick lobt Standards: „Deutlicher Schritt nach vorn”

Die Trainingsarbeit zeigt bereits erste Früchte, denn auch das 3:0 resultierte aus einem ruhendem Ball. Der eingewechselte Emil Forsberg zirkelte einen Freistoß so genau ins Dreiangel, dass Craiovas Torhüter nur noch abklatschen konnte. Yussuf Poulsen, der nach seiner Einwechslung bereits das 2:0 durch Cunha (77.) vorbereitet hatte, war als Schnellster am Ball und staubte ab (87.).

„Man sieht langsam Fortschritte: Das war heute ein deutlicher Schritt nach vorn”, bewertete Rangnick. „Die Ecken waren heute auch von den Eingaben her deutlich besser als zuletzt. Wir wollen das zu einer richtigen Waffe machen bei uns.”


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