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Rangnick nach dem 1:4 in Dortmund: „Wir haben ein nahezu perfektes Spiel gemacht“

1:4 verloren, trotzdem sah Ralf Rangnick ein „nahezu perfektes Spiel“. Foto: Imago

Zum Auftakt in die neue Meisterschaftssaion 1:4 verloren, und trotzdem fand RB Leipzigs Trainer Ralf Rangnick nach der Niederlage gegen Dortmund kaum kritische Worte. Im Gegenteil. „Wir haben heute ein nahezu perfektes Spiel gemacht“, sagte der 60-Jährige nach der Partie.

Die hohe Pleite beunruhigt ihn mit Blick auf die kommenden Spiele deshalb keineswegs. Leipzig war nach 31 Sekunden durch Jean-Kévin Augustin früh in Führung gegangen, musste aber durch einen Kopfball von Mahmoud Dahoud in der 21. Minute den Ausgleich hinnehmen und erhielt kurz vor der Pause binnen drei Minuten den Knockout. Erst traf Marcel Sabitzer mit dem Scheitel nach einem Freistoß von Marco Reus ins eigene Tor (40.), dann vollendete BVB-Zugang Axel Witsel eine Ecke per Seitfallzieher (43.). In der 2. Halbzeit spielte RB dann mehr oder weniger Einbahnstraßenfußball auf das Dortmunder Tor, konnte aber hochkarätige Chancen nicht verwerten und kassierte nach einem Konter in der Nachspielzeit durch Reus‘ 100. Bundesligator noch das 1:4.

Nur nicht überbewerten

Rangnick ärgerten die Gegentore natürlich. „In so einem Spiel machen Kleinigkeiten den Unterschied“, monierte er und sprach dabei vor allem die zwei Standardgegentreffer an. Eine Schwäche, die RB auch schon in der vergangenen Saison gezeigt hatte. Rangnick: „Wie haben leider bei Standards wieder mal nicht gut verteidigt und uns um den Lohn der Arbeit gebracht. Aber das waren die ersten zwei Gegentore nach Eingaben in den letzten Spielen.“ Insofern wolle er das nicht überbewerten.

Grundsätzlich überwog Zufriedenheit. RB presste den BVB in den ersten 20 Minuten mustergültig und hatte in der 2. Halbzeit die Partie weitgehend im Griff. Er finde, so Rangnick, „dass wir in der ersten Halbzeit ein nahezu perfektes Spiel gemacht haben und abgesehen von den letzten zehn Minuten der 1. Halbzeit und den ersten zehn Minuten der 2. Halbzeit das Spiel mit und gegen den Ball bestimmt haben. Das Torschussverhältnis stand auch für uns im Plus, aber Roman Bürki hat überragend gehalten. Wir waren frisch und griffig. Ich war sehr überrascht von dem, was wir heute über weite Strecken gespielt haben.“

Am Donnerstag geht es für RB weiter in den Playoffs zur Qualifikation für die Europa League gegen Luhansk, dann kommt Fortuns Düsseldorf zu Besuch, nach der Länderspielpause dann Hannover 96. „Ich mache mir nicht allzuviel Sorgen, dass wir heute verloren haben. Jetzt müssen wir den Blick nach vorn richten. Wir wollen unsere kommenden Spiele gewinnen.“