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Mintzlaff: Nach „Anlaufschwierigkeiten” besseres Verhältnis zu BVB-Bossen

Verbessertes Verhältnis zum BVB: RB-Boss Oliver Mintzlaff (Foto: imago).

Verbessertes Verhältnis zum BVB: RB-Boss Oliver Mintzlaff (Foto: imago).

In den vergangenen Jahren hatte es zwischen Borussia Dortmund und RB Leipzig nicht nur unter den Fans Probleme gegeben. Auch das Verhältnis in der Chefetage war verspannt. Das hat sich nun laut RB-Boss Oliver Mintzlaff geändert.

RB-Manager Oliver Mintzlaff analysierte gerade die verrückte Partie zwischen Borussia Dortmund und RB Leipzig (4:1), da spendete BVB-Präsident Reinhard Rauball seinem Kollegen spontan Trost. Rauballs wortlose Umarmung von hinten sagte: Kopf hoch, ich kann mitfühlen, wie es Euch geht. Mintzlaff wandte sich kurz von den Mikrofonen ab, drehte sich einigermaßen überrascht um und bedankte sich mit einem Nicken. „Wenn man mit den Leuten vom BVB spricht: Für die fühlt sich das auch nicht wie ein 4:1-Sieg an, und für uns fühlt sich das auch nicht wie eine 1:4-Niederlage an”, sagte Mintzlaff.

Oliver Mintzlaff: „Verhältnis zum BVB respektvoll und sehr professionell”

Wie zuvor bereits im Stadionumfeld und auf den Rängen zu spüren und zu beobachten war, hat sich das Verhältnis zwischen beiden Klubs deutlich verbessert – auch auf Managementebene. „Das Verhältnis ist völlig in Ordnung, respektvoll und sehr professionell, so wie sich das gehört”, sagte Mintzlaff. Vor dem Spiel hatte Leipzigs Klubboss mit Hans-Joachim Watzke und Reinhard Rauball zusammengesessen und sich ausgetauscht. „Dass wir auf beiden Seiten ein paar Anlaufschwierigkeiten hatten, haben wir abgehakt”, sagte Mintzlaff.

Vor den gewalttätigen Attacken von Dortmundern gegen Leipziger Fans im Frühjahr 2017 hatte vor allem Watzke immer wieder gegen den neuen Wettbewerber gestichelt. Daraufhin war ihm vorgeworfen worden, geistiger Brandstifter der Gewalteskalation gewesen zu sein.

Bei einem Krisentreffen in Berlin hatten Rauball und Watze auf der einen sowie Mintzlaff und Rangnick auf der anderen Seite die Probleme ausgeräumt. Beide Parteien vereinbarten damals eine „weitere Versachlichung der Beziehungen auf Führungsebene und eine intensivere Kommunikation untereinander”, wie es in einer gemeinsamen Erklärung hieß.

Auch im Stadion war die Stimmung nicht mehr feindselig gegen RB Leipzig – von zwei geschmacklosen Plakaten abgesehen. (RBLive/ulk)