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Mateschitz zum Red-Bull-Duell: „Eine Super-Auslosung“

Dietrich Mateschitz findet, dass ein Spiel zwischen RB Leipzig und Red Bull Salzburg gutes Entertainment ist. (Foto: Imago)

Dietrich Mateschitz findet, dass ein Spiel zwischen RB Leipzig und Red Bull Salzburg gutes Entertainment ist. (Foto: Imago)

Für Furore hatte die Auslosung der Europa-League-Gruppen gesorgt, die das erste Pflichtspiel-Duell zwischen RB Leipzig und Red Bull Salzburg bescherte. Dietrich Mateschitz konnte sich im Gegensatz zu manch anderem, der bei dem Spiel potenzielle Wettbewerbsverzerrung wittert, über die Auslosung freuen.

Dietrich Mateschitz freut sich über „Super-Auslosung“

„Eine Super-Auslosung. Ich freue mich total“, zitiert Sportbild (Print) den Red-Bull-Chef, der beide Vereine finanziell unterstützt. Auch deswegen hatte die UEFA vor einem Jahr untersucht, ob die Klubs unabhängig voneinander sind. Nur dann können sie gleichzeitig in einem europäischen Wettbewerb spielen.

Nach Änderungen in den Entscheidungsstrukturen bei Red Bull Salzburg und unter anderem auch optischen Änderungen an den Europapokal-Trikots der Salzburger gab die UEFA den Vereinen grünes Licht. Formell sind beide Klubs inzwischen unabhängig voneinander.

Keine Auflagen für RB Leipzig von der UEFA

Diese Entscheidung bestätigte die UEFA auch diese Saison, denn erneut ließ man beide Vereine für europäische Wettbewerbe zu. „In diesem Sommer sind wir von der UEFA wieder ohne Auflagen und Bedingungen zugelassen worden“, erklärt Leipzigs Geschäftsführer Oliver Mintzlaff, der einst als Head of Global Soccer bei Red Bull auch noch über das Geschehen in Salzburg wachte, zufrieden.

Dass es zwischen RB Leipzig und Red Bull Salzburg kein normales Duell geben wird, hatte allerdings direkt nach der Auslosung bereits Ralf Rangnick klargemacht. „Wenn man so will, ist es für uns ein Derby, in dem jeder beweisen will, dass er der Bessere ist“, erklärte der Trainer von RB Leipzig zur Auslosung.

Spezielles Duell für Red Bull Salzburg

Ähnlich sieht es Salzburgs Sportchef Christoph Freund in der Sportbild. „Gegen deutsche Teams ist es immer besonders, in dem Fall noch spezieller“, urteilt er über die Paarung. Dabei spielt auch eine Rolle, dass in den letzten Jahren viele Spieler von Salzburg nach Leipzig wechselten und vor allem im Fan-Umfeld der Österreicher der Unmut über die Rolle als Ausbildungsverein in Deutschland zeitweise sehr groß war.

In den letzten beiden Transferperioden wechselte allerdings kein Profi von Salzburg nach Leipzig. Im Sommer hatte RB Leipzig großes Interesse an Mittelfeldmann Amadou Haidara, der aber in Salzburg verlängerte. Im Winter könnte es bei Haidara einen neuen Anlauf geben. Neben Haidara soll Leipzig dem Bericht zufolge auch an Duje Caleta-Car interessiert gewesen sein, der aber nach Marseille wechselte.

Oliver Mintzlaff schließt Wettbewerbsverzerrung aus

Dass es aufgrund der gemeinsamen Vergangenheit und des gleichen Haupt-Geldgebers eine Form von Wettbewerbsverzerrung geben wird, glaubt Oliver Mintzlaff derweil nicht. „Allein der Gedanke an Absprachen zwischen zwei Vereinen ist nicht mit unseren Werten vereinbar. Wir sind im Sport, da gilt Fair Play. Und das wird bei uns groß geschrieben“, meint der Leipziger Geschäftsführer zum Red-Bull-Duell.

Dietrich Mateschitz hat dabei keine klaren Präferenzen. „Der Bessere soll bei den beiden Spielen gewinnen.“ Schon im März hatte er zu einem möglichen RB-Duell erklärt, dass das „gut für Sport und Entertainment wäre. Das wäre für alle in der Familie eine tolle Geschichte, interessant und lustig.“

Zuletzt hatte der Red-Bull-Chef auf der Tribüne in Salzburg das bittere Aus des österreichischen Meisters in der Champion-League-Qualifikation miterleben müssen. Es war das elfte Mal in Folge, dass der Verein die Champions League verpasste. In der Europa League feierte man in den letzten Jahren allerdings einige Erfolge und erreichte im Vorjahr sogar das Halbfinale. Deshalb kreierte der Klub auf Twitter auch den Hashtag #UnserBewerb für die kommende Saison in Europa.