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So viel sportliches Glück wie als frisch gebackener Jungprofi bei RB Leipzig verspürte Tom Nattermann in der Folge in seiner Karriere nicht mehr. (Foto: Imago)

So viel sportliches Glück wie als frisch gebackener Jungprofi bei RB Leipzig verspürte Tom Nattermann in der Folge in seiner Karriere nicht mehr. (Foto: Imago)

Tom Nattermann hat gelernt, für den Erfolg zu arbeiten

Tom Nattermann war der erste Nachwuchsspieler, der bei RB Leipzig einen Profivertrag unterschrieb. Glück hat ihm das zumindest in Leipzig keins gebracht. Nach einigen Stationen mit unglücklichem Verlauf bringt er nun beim SV Babelsberg 03 seine Karriere in Schwung.

Tom Nattermann konnte sich bei den Profis von RB Leipzig nicht durchsetzen

Im März 2012 bekam der damals 19-jährige Natterman bei RB Leipzig noch von Peter Pacult einen Profivertrag, der ab Sommer 2012 bis 2015 galt. Doch bei seinem Dienstantritt traf der Stürmer nicht mehr auf Pacult, sondern bereits auf das Duo Zorniger/ Rangnick. In der Pressingphilosophie des Vereins kam Nattermann dann nicht zu 100% zurecht. In Landesliga und Oberliga legte er für die U23 des Klubs aber immer überragende Torquoten auf und war Stammspieler.

2015 ging Nattermann zu Erzgebirge Aue in die zweite Liga. Ein halbes Jahr später landete er bei Carl Zeiss Jena. Wieder ein halbes Jahr später unterschrieb er in Cottbus, um ein Jahr darauf nach Halberstadt zu wechseln. Auf keiner der Stationen fand er nachhaltig sein Glück. Oft blieb ihm nur die Bank.

Tom Nattermann trifft in Babelsberg wieder das Tor

Nun ist Tom Nattermann, mittlerweile mit 25 Jahren im besten Fußballalter, in Babelsberg angekommen. Dort knüpft er in der Regionalliga mit sechs Toren in sechs Ligaspielen wieder an seine Torquoten aus Leipziger Zeiten an und scheint mit seiner Fußballkarriere wieder in Schwung zu kommen.

Hinterfragen der eigenen Karriere führt zu mehr Motivation

Dass es zuvor nicht immer klappte, nimmt der geborene Riesaer auch auf seine eigene Kappe. In Halberstadt habe es an einer Verletzung gelegen, dass der Durchbruch nicht klappte, aber zuvor „habe ich es selbst verschuldet, dass es nicht so gut lief“, erklärt er in den Potsdamer Neuesten Nachrichten. Er habe nicht immer die Motivation gehabt, jenseits der Lust am Fußball das für einen besseren Karriereverlauf „Nötige zu machen“.

„Ich habe bei meinen letzten drei Vereinen bei den dortigen Trainern keine Rolle mehr gespielt, musste mich selbst hinterfragen und kam zu dem Schluss, dass ich zu wenig für den eigenen Erfolg getan habe“, erklärt er im Rückblick. In Babelsberg nun habe er die nötige Ernsthaftigkeit. „Ich fühle mich fit wie noch nie“, verweist er auf ein entsprechendes Trainingspensum. Ein Pensum, das ihn nun offenbar auch befähigt, sein schon bei RB Leipzig gezeigtes großes Talent als Abschlussstürmer wieder ausspielen zu können.