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Franzosen-Duo nach Sperre mit sehr guter Leistung

Nordi Mukiele (2.v.l.) und Jean-Kevin Augustin (2.v.r.) wurden gegen Stuttgart gleich wieder in die Mannschaft integriert. (Foto: Imago)

Nordi Mukiele (2.v.l.) und Jean-Kevin Augustin (2.v.r.) wurden gegen Stuttgart gleich wieder in die Mannschaft integriert. (Foto: Imago)

Besonders genau beäugt wurden am Mittwochabend beim Spiel zwischen RB Leipzig und dem VfB Stuttgart die Leistungen von Nordi Mukiele und Jean-Kevin Augustin. Beide hatten gegen Eintracht Frankfurt wegen disziplinarischer Vergehen pausieren müssen, kehrten nun aber gegen Stuttgart wieder in die Mannschaft zurück.

„Wir haben sie reglementiert, nun werden wir sie wieder integrieren“, hatte Ralf Rangnick schon vor dem Spiel gegen Stuttgart klargemacht, dass für ihn die Geschichte abgehakt ist. Er sei „kein nachtragender Mensch“, sodass beide wieder ihre Chance kriegen werden.

Mukiele und Augustin dürfen sich bei RB Leipzig bewähren

Die kam nun schon gegen Stuttgart. Nordi Mukiele stand sogar in der Startelf. Jean-Kevin Augustin wurde eine Viertelstunde vor Schluss eingewechselt. Beide wussten in ihrer Einsatzzeit voll zu überzeugen und waren wichtige Bausteine beim 2:0-Sieg von RB Leipzig gegen den VfB Stuttgart. Mukiele war defensiv und offensiv als Rechtsverteidiger gleichermaßen stark. Augustin hatte zwei starke Torabschlüsse, von denen einer am Pfosten und einer im Netz landete.

Ralf Rangnick hatte so viel Lust nicht, nach der Partie noch mal über die Strafen für die beiden Franzosen zu reden. „Sie haben zweimal in zwei Tagen gegen Regeln verstoßen, dann gibt es eben Konsequenzen“, erklärte er dann doch. Das sei in jeder größeren Familie auch so. „Dass die Jungs kicken können, ist ja nicht erst seit heute bekannt.“ Wenn einer wie Augustin ein großer Spieler werden wolle, müsse aber zu Begabung auch Disziplin dazukommen.

Ralf Rangnick und Yussuf Poulsen sehen gutes Franzosen-Duo

Als „gut“ schätzte Ralf Rangnick schließlich noch die Leistungen seiner Sorgenkinder aus den letzten Tag ein. „Auch sie haben ihren Anteil am Sieg gehabt. Das freut mich für die Jungs. Abgesehen davon hoffe ich, dass wir in den nächsten Tagen und Wochen über solche Themen nicht mehr reden müssen“, hofft er auf einen Lerneffekt.

„So wie heute würden wir sie gerne jedes Mal sehen“, war auch Yussuf Poulsen von den Leistungen von Mukiele und Augustin überzeugt. „Mukiele war das ganze Spiel konzentriert und hat sich in jeden Ball reingeworfen. Das war ein sehr guter Auftritt.“ Die beiden Spieler hätten eingesehen, dass sie „einen Fehler gemacht haben“.

Nordi Mukiele als Top-Sprinter – Jean-Kevin Augustin ist Mr. Effizienz

Auf dem Feld zeigten beide, dass sie ihren Fehler wieder gutmachen wollen. Nordi Mukiele war gegen Stuttgart der Spieler, der bei RB Leipzig die meisten Sprints absolvierte. Und das trotzdem er nur 77 Minuten und nicht die komplette Spielzeit auf dem Platz stand. Er hatte viele Offensivaktionen und bereitete drei Torschüsse vor. Dazu kamen zwei gelungene Dribblings, Balleroberungen und eine gute Zweikampfbilanz. Lediglich die Quote der angekommenen Pässe war ausbaufähig.

Jean-Kevin Augustin zeigte derweil, dass er als Torjäger extrem effizient ist. Für seine drei Saisontore in der Bundesliga brauchte er bisher nur 157 Minuten Einsatzzeit. Mit reichlich jedem zweiten Schuss erzielt der Franzose ein Tor, eine extrem gute Quote. Zum Vergleich: Timo Werner benötigte für seine nur zwei Tore bisher 384 Minuten und trifft mit nur jedem zehnten Schuss ins Netz. Auch in Sachen Zweikampf zeigt sich Augustin bisher in dieser Saison deutlich verbessert. 59% der direkten Duelle gewinnt er, für einen Stürmer eine überragende Quote. Timo Werner konnte bisher erst 37% seiner Zweikämpfe gewinnen.

(mki)