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3:1 in Trondheim: RB Leipzig beherrscht Rosenborg nach Belieben

Perfekte Schusshaltung: Jean-Kévin Augustin trifft per Schlenzer ins lange Eck zum 1:0 (Foto: imago).

Perfekte Schusshaltung: Jean-Kévin Augustin trifft per Schlenzer ins lange Eck zum 1:0 bei Rosenborg Trondheim (Foto: imago).

Beeindruckender Auswärtssieg von RB Leipzig bei Rosenborg Trondheim: Gegen die Norweger gewann Rasenballsport mit 3:1 (1:0) und überzeugte auf ganzer Linie. Und das, obwohl Trainer Ralf Rangnick wieder heftig rotierte. Aus dem Stadion berichtet Martin Henkel, Trondheim.

RB Leipzig hat sein erstes Europa-League-Spiel in dieser Saison mit einer starken Leistung gewonnen. Beim 3:1 (1:0) bei Rosenborg Trondheim trafen Augustin (12.), Konaté (54.) und Cunha (61.).

Rosenborg ist ein guter Gegner gewesen, und die Reise an den Trondheimer Fjord war gar nicht mal so schlecht, wie das regen-kühle Wetter eigentlich hatte befürchten lassen. RB-Coach Ralf Rangnick konnte nämlich mal ordentlich durchrotieren, ohne dass ihm das gleich wieder auf die Füße fiel.

70 Leipziger Fans feiern im Verschlag

Von Bruma über Cunha bis Augustin stellte der 60-Jährige eine auf sieben Positionen veränderte Elf gegen die Norweger, die den Rekordmeister nach Belieben beherrschte. Rosenborg ohne den verletzten „Lord“ Nicklas Bendtner im Sturm wirkte in allen Feldbereichen seltsam überfordert. Es war kein gutes Zeichen, dass man die rund 70 Leipziger Fans in ihrem kleinen Verschlag in der Stadionecke jederzeit gut hören konnte.


Aber der Trondheimer ist seit ein paar Jahren Europapokal-Leid gewohnt, trotzdem ertönten in der 37. Minute bei einem Rückpass die ersten Pfiffe. Es war kein Vergnügen, die Gäste aus Tyskland das heimische Tor belagern zu sehen, zumal es zu diesem Zeitpunkt ja schon 0:1 stand, weil Augustin einen Diagonalpass von Diego Demme zur frühen Führung verwertet hatte.

Seifiger Rasen im Lerkendal-Stadion

Danach folgten eine Handvoll weiterer Chancen von Bruma (16., 20.), Laimer (29.), Augustin (37.) oder Cunha (41.), es sind meist Schüsse aus der Distanz gewesen, weil der Rasen im halbvollen Lerkendal-Stadion aufgrund des Nieselregens schön seifig war. RBK-Keeper Hansen hielt sie alle. Das bedeutete freilich nicht, dass die Führung knapp war, denn der Ballklubb schaffte es in der ersten Halbzeit genau einmal vors RB-Tor von Mvogo. In der zweiten Minute: Es war De Lanley mit einem Kopfball.

Als Schiedsrichter Marco Guida zur Pause pfiff, murrten die Trondheimer auf ihren Sitzen, und eine halbe Stunde später dann schon nicht mal mehr das, denn jetzt war die Partie durch: Binnen sechs Minuten erhöhte RB auf 3:0. Erst traf Konaté nach einer Ecke (54.), dann Cunha aus zwölf Metern ins obere Eck (61.). Davon erholte sich Rosenborg nicht mehr, dennoch trugen die Nordmänner noch einen Ehrentreffer zum Endergebnis bei. Jibali schoss eine Hereingabe ins lange Eck (79.), weil der eingewechselte Marcelo Saracchi auf der linken Abwehrseite nicht aufgepasst hatte und die Flanke ermöglichte.

Rehabilitation trotz Rotation

Leipzigs Fußballer können noch an diesem Donnerstagabend hochzufrieden nach Hause fliegen, denn was Kombinationsspiel, Kreativleistung und Torgefahr angeht, gehörte der Auftritt in Trondheim zum Besten, was sie in dieser Saison gespielt haben. Nach der Pleite gegen Salzburg eine beeindruckende Rehabilitation. Und das trotz Rotation. (Rblive/uk)

Hier können Sie das Spiel ausführlich inklusive Bildern und Videos im Liveticker nachlesen.