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Willi Orban: „Europa League macht Spaß“

Willi Orban hatte mit RB Leipzig im Regen von Trondheim Spaß. (Foto: Imago)

Willi Orban hatte mit RB Leipzig im Regen von Trondheim Spaß. (Foto: Imago)

Nach dem 3:1 von RB Leipzig beim Rosenborg Ballklub gab es eigentlich wenig Grund zum Ärgern. Zu dominant trat RB Leipzig in der Partie auf.

RB Leipzig mit schwacher Chancenverwertung und spätem Gegentor

Lediglich die schwache Chancenverwertung und das späte Gegentor ärgerten die RB-Spieler nach der Partie. „Wir hätten das eine oder andere Tor mehr erzielen können“, erklärte Kapitän Willi Orban nach dem Spiel. „Schon in der ersten Halbzeit Chancen, bei denen wir konsequenter auf das Tor gehen müssen.“ Ganz kritisch war Orban deswegen aber nicht, denn insgesamt war er mit dem Auftreten seiner Mannschaft „hochzufrieden“.

Das galt grundsätzlich auch für Konrad Laimer, den aber das späte Gegentor enorm ärgerte. „Wir kriegen in Hoffenheim in der 89. einen späten Gegentreffer, heute wieder, das ärgert und nervt ein bisschen.“ Das Ziel, zu null zu spielen, habe man deswegen verpasst.

Marcel Halstenberg mag es nass und kalt

Es war aber nur eine kleine Randnotiz in einem Spiel, in dem ansonsten nur die Witterung nicht zum strahlenden Auftritt von RB Leipzig passte. Wobei selbst der Regen bei deutlich unter zehn Grad manch einem nichts anhaben konnte. „Ich fand es angenehm regnerisch. Es war nicht zu kalt“, befand Marcel Halstenberg sogar.

Willi Orban freute sich derweil über die zusätzliche Wässerung des Untergrunds. „Es ist uns entgegengekommen, dass der Rasen schnell ist“, verwies er auf die Möglichkeit auf feuchtem Geläuf schneller spielen zu können. Trotz des vielen Regens sei der Rasen „sensationell“ gewesen.

Lerkendal-Stadion nur zur Hälfte gefüllt

Sensationell war der Rahmen für das Spiel nicht unbedingt. Nur reichlich 11.000 Zuschauer wollten die Europa-League-Partie gegen den Bundesligisten sehen. Damit war das Stadion nur reichlich zur Hälfte gefüllt. Während Willi Orban die Atmosphäre für „gut“ befand, gestand Marcel Halstenberg, dass er es sich „lauter vorgestellt“ und „mehr Fans“ erwartet hatte. Man habe aber den heimischen Anhängern auch keine Gelegenheit gegeben, in laute Jubelstimmung auszubrechen.

Jubelstimmung herrschte dagegen im Gästeblock. Dort hatten sich rund 100 RB-Anhänger versammelt, die die weite Reise in Europas Norden auf sich genommen hatten. Die mussten vor der Partie hinnehmen, dass norwegische Fans ein Red-Bull-kritisches Banner über ihrem Block angebracht hatten. „Just a Product! Fuck Red Bull!“ hieß es dort.

Willi Orban hat Spaß in der Europa League

„Für uns als Klub ist das kein Problem“, hatte Rosenborg-Vorstand Rune Bratseth vor der Partie hinsichtlich des Red-Bull-Hintergrunds der Leipziger noch erklärt. „Und es gibt in Trondheim sicherlich nicht einen Fan, der sich über diese Konstellation Gedanken macht.“ Das stimmte dann offenbar aber nicht für alle Fans.

Aber auch das kurz nach Spielbeginn wieder abgenommene Banner war nur eine Randnotiz eines schönen Abends. Eines so schönen Abends, dass die Spieler großen Gefallen am Europapokal gefunden hatten. „Es ist schön, sich international zu messen. Klar, ist die Champions League anders angesehen. Aber wir nehmen das Ganze ernst“, war Marcel Halstenberg noch etwas zurückhaltend positiv gegenüber der Europa League. Euphorischer war da schon Willi Orban. „Europa League macht Spaß“, brachte es der Kapitän von RB Leipzig kurz und bündig auf den Punkt.

(RBlive/ mki)