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Mit Oldtimern und Mario Kart: FC Augsburg zelebriert Retro-Beschwörung gegen RB Leipzig

Spruchband der FCA-Fans beim letzten Gastspiel von RB Leipzig in Augsburg (Foto: imago).

Spruchband der FCA-Fans beim letzten Gastspiel von RB Leipzig in Augsburg (Foto: imago).

Der FC Augsburg berauscht sich an diesem Wochenende mit zahlreichen Aktionen an seiner 111-jährigen Historie. Der Retro-Spieltag passt freilich gut zum Heimspiel gegen den erst neuneinhalb Jahre jungen Rivalen RB Leipzig.

FC Augsburg erst 1969 gegründet

Zwar wurde der FC Augsburg in der heutigen Form erst 1969 gegründet, als Fusion aus dem BC Augsburg und dem Rivalen Schwaben Augsburg. Doch der Verein beruft sich auf den ersten Vorgängerklub FC Allemannia, der am 20. Oktober 1907 sein erstes Spiel gegen den TV Augsburg II bestritt.

Das nehmen die Augsburger „Macher” nun zum Anlass, die kommende Partie – passenderweise gegen RB – zum Retro-Spieltag auszurufen. Die Karten kosten nur 9,07 (Steher) und 19,07 Euro (Sitzplätze), alle ehemaligen FCA-Spieler sind eingeladen, Fahrzeuge mit Oldtimer-Kennzeichen parken gratis und es gibt 1.111 Exemplare eines Retro-Shirts, in denen die Augsburger auch gegen RB antreten, die alle schon verkauft sind.

Daniel Baier und Philipp Max zocken Mario Kart

Um den Retro-Spieltag – ganz oldscool – zu promoten, zocken Kapitän Daniel Baier, der den RB-Fans und Ex-Trainer Ralph Hasenhüttl noch in guter Erinnerung ist, sowie Star Philipp Max das Spiel Mario Kart am Super Nintendo. Am Ende in Klamotten, die man zu Beginn des 20. Jahrhunderts trug. Ganz so wie 1907. Oder so. Ach ja: eine Choreografie im bereits ausverkauften Stadion wird es auch geben, wie Augsburgs Ultras ganz traditionsbewusst ankündigten.

Khedira: „Hätte auch gegen Gladbach oder Frankfurt gehen können”

Auf die Frage, ob die Retro-Beschwörung gerade gegen RB sein müsse, antwortet Augsburg Spieler Rani Khedira im Gespräch mit dem Sportbuzzer: „Ja, muss sein, hat nichts mit RB Leipzig, sondern dem geschichtsträchtigen Datum zu tun. Exakt 111 Jahre später findet das Retro-Spiel des FCA statt. Es hätte auch gegen Gladbach oder Frankfurt gehen können.”

Und auch abseits des Spieltags gibt sich der FCA traditionsbewusst. Wie die Augsburger Allgemeine berichtet, wollen sich die Schwaben gemeinsam mit sechs anderen Bundesligisten und zwei Zweitligisten gegen eine vorschnelle Strukturreform bei der Deutschen Fußball-Liga aussprechen. Beim Ligaverband soll demnach das Präsidium durch einen zwölfköpfigen Aufsichtsrat ersetzt werden. Augsburg und die übrigen Klubs befürchten durch schlankere Strukturen eine Benachteiligung der kleineren Vereine.

FCA stellt sich gegen schnelle DFL-Strukturreform

FCA-Geschäftsführer Michael Ströll sagte der Zeitung dazu: „Bei einer möglichen Strukturreform handelt es sich um eine weitreichende Entscheidung mit enormer Bedeutung für die Zukunft des deutschen Profifußballs. Dabei gilt es, sämtliche Möglichkeiten zu bewerten und sich auch intensiv mit der Frage auseinanderzusetzen, wo wir mit dem deutschen Fußball hin wollen. Hier gilt Gründlichkeit vor Schnelligkeit.” Das Thema wird am 13. Dezember bei der DFL-Mitgliederversammlung verhandelt. (RBlive/uk)